Duisburg (ABZ). – Mit der Sprengung des "Weißen Riesen" in Duisburg hat das Unternehmen Porr Becker Abbruchtechnik ein Projekt realisiert, das sowohl spektakulären Abbruch als auch moderne Kreislaufwirtschaft vereint.
Das Unternehmen setzt dabei auf Urban Mining und den Einsatz moderner Abbruchtechnik..
Der "Weiße Riese" war jahrzehntelang ein markantes Hochhaus und zuletzt Symbol für bauliche Überalterung. Mit seiner Sprengung wird laut Angaben des Unternehmens nicht nur Platz für Neues geschaffen, sondern das Bauwerk als urbanes Rohstofflager betrachtet. Beton, Stahl und andere Materialien werden nicht entsorgt, sondern in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt.
Bei dem Projekt setzt Porr Becker Abbruchtechnik von Anfang an auf Kreislaufwirtschaft. Die Betonmassen des Hochhauses werden direkt vor Ort aufbereitet: Brecher- und Siebanlagen zerkleinern die Brocken und sortieren sie zu Recycling-Baustoffen. Diese Gesteinskörnungen dienen als Basis für die Herstellung von RC-Beton und den Einsatz im Hochbau oder als Grundlage für den Unterbau im Straßenbau. Parallel wird Bewehrungsstahl getrennt, gesammelt und in den Recyclingkreislauf der Stahlindustrie zurückgeführt.
Das Ergebnis ist laut Hersteller ein Beitrag zur Ressourcenschonung und CO2-Reduktion. Anstatt Primärrohstoffe neu zu gewinnen, fließen die Materialien des "Weißen Riesen" in den Neubau zurück, sagt Porr Becker Abbruchtechnik.
Für die effiziente Umsetzung des Urban Mining setzt das Unternehmen beim Rückbau unter anderem auf den neuen Hitachi ZX350-7. Die Maschine verfügt über ein Einsatzgewicht von 35 700 kg und einen 286 PS starken Isuzu-Motor mit Abgasnorm Stufe V. Zur Ausstattung gehören eine ergonomische Kabine, Rundum-LED-Beleuchtung und Kabinenschutzgitter.
Das System KTEG CoPilot erkennt Anbaugeräte automatisch. Ein Schnellwechsler Oilquick OQ80 ermöglicht flexiblen Gerätewechsel. Zentralschmieranlage und Kettenabstreifer sollen für effiziente Wartung und minimale Stillstandzeiten sorgen. Am "Weißen Riesen" absolvierte die Maschine ihren ersten Einsatz.
Damit Urban Mining schon auf der Baustelle beginnt, wurde der ZX350-7 mit leistungsstarken Anbaugeräten ausgerüstet. So können Beton und Stahl bereits während des Rückbaus sortiert werden – eine Voraussetzung für die Wiederverwertung.
"Nachhaltigkeit und Spitzentechnologie gehören untrennbar zusammen", erklärt Christian Becker, Geschäftsführer von Porr Becker Abbruchtechnik. "Urban Mining stellt sicher, dass Beton und Stahl nicht auf Deponien landen, sondern als wertvolle Rohstoffquelle in den Baukreislauf zurückkehren. Gleichzeitig schaffen moderne Abbruchmaschinen die Voraussetzung, diese Materialien präzise, sicher und effizient zu gewinnen." Der Betonbruch wird entweder als Straßenunterbau oder als Zuschlagsstoff für die Neugewinnung von Beton verwendet, aus recyceltem Stahl wird neues Baumaterial.
Laut Angaben des Unternehmens zeigt das Projekt, dass Abbruchunternehmen heute nicht nur Bauwerke beseitigen, sondern aktiv als Partner der Kreislaufwirtschaft agieren.
Die Porr Becker Abbruchtechnik vereint nach eigenen Angaben die Vorteile eines flexiblen Mittelstandsunternehmens mit den Skalierungsmöglichkeiten eines internationalen Baukonzerns. Die Partnerschaft bündele Kompetenzen und setze mit technischer Präzision, Sicherheitsstandards und Projektlogistik herausfordernde Projekte um.