Ravensburg ABZ). – Die Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft Landkreis Ravensburg mbH (WiR GmbH) hat im Februar 2025 zum 12. Mal einen Innovationspreis an Unternehmen verliehen, die zukunftsweisende Technologien eingeführt haben.
Das Betonwerk Rinninger aus Kißlegg im Allgäu hat nach eigenen Angaben einen Sonderpreis in der Kategorie "Nachhaltigkeit" gewonnen. Das Unternehmen hatte im Mai 2024 seine Bewerbung für die Weiterentwicklung des RIKI-R-Beton 2.0 bei der WiR GmbH eingereicht.
Laut Marcus Winterfeld, dem Geschäftsführer von Rinninger, war der Betonlieferant in den vergangenen Jahren an mehreren Bauprojekten des Landkreises Ravensburg beteiligt, die möglichst energiesparend und ressourcenschonend durchgeführt werden sollten. "Erstes Projekt war die neue Kreissporthalle in Wangen, für deren Bau hauptsächlich recycelter Beton verwendet wurde. Ein weiterer Impuls kam vom Wangener Bauunternehmen Fischbach, das bei mehreren Geschosswohnungsbauten im Wohngebiet Haid-Wittwais ebenfalls auf den R-Beton setzt", sagt Winterfeld.
"Das mit Abstand größte Projekt ist jedoch das sogenannte Vinzenz Areal im Wangener Stadtteil Berger Höhe, wo die Saulgauer Firma Reisch von 2022 bis 2023 ein komplettes Wohnquartier in die Höhe zog. Nachdem die Lieferkette für das dafür nötige, zertifizierte Material sichergestellt wurde, stellt unser Betonwerk allein für diese Baustellen zusammen etwa knapp 14.000 Kubikmeter ressourcenschonenden Beton her."
Das Unternehmen wollte nach eigenem Bekunden den Ansatz der Ressourcenschonung mit CO2-Reduzierung verbinden. Dazu seien neue Rezepturen mit stark reduziertem Zementklinkergehalt entworfen worden. Diese sollen hinsichtlich Qualität und Kosten keinerlei Nachteile mit sich bringen. Der RIKI-R-Beton 2.0 besteht Rinninger zufolge aus regional rezyklierten Gesteinskörnungen und regionalen Bindemitteln mit stark reduziertem CO2-Fußabdruck und kann im Hochbau mit einer Einsatzquote von durchschnittlich 80% gleichwertig und ohne Mehrkosten gegenüber Normalbeton eingesetzt werden. Es sollen CO2-Einsparungen von 30 Prozent, gegen minimale Mehrkosten von bis zu 60 Prozent möglich sein.
Vor diesem Hintergrund hatte das Unternehmen gute Chancen auf den Innovationspreis. Das Betonwerk setzte sich gegen zahlreiche Bewerber durch und sicherte sich einen Sonderpreis in der Kategorie "Nachhaltigkeit". Marcus Winterfeld ist der Ansicht, dass Baustoffhersteller vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeitsdiskussion aufgefordert sind, neue Wege zu gehen. Einen solchen hat Rinninger mit dem Produkt der Bezeichnung RIKI-R-Beton 2.0 beschritten.