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Brücke im Stadtgebiet von Bonn zurückgebaut

Die Hagedorn Unternehmensgruppe beginnt den Rückbau der Vorlandbrücke der A565 in Bonn mitten im Stadtgebiet. Mit 30.000 Tonnen Material und 14 Schritten wird das Bauwerk bis Ende 2026 abgerissen – technisch genau aufeinander abgestimmt.

Von ABZ
Hagedorn 75-Tonnen-Spezialbagger beim Rückbau der Vorlandbrücke
Der erste Trennschnitt an der Bonner Vorlandbrücke: Ein 75-Tonnen-Spezialbagger mit Abbruchzange setzt den Auftakt zum Rückbau. | Foto: Hagedorn

Bonn (ABZ) | Die Hagedorn Unternehmensgruppe hat kürzlich mit dem Rückbau
der linksrheinischen Vorlandbrücke der A 565 im Stadtgebiet von
Bonn begonnen. Im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Rheinland, baut Hagedorn das 1967 errichtete, rund 660 m lange ­Bauwerk zurück – mitten im dicht besiedelten Stadtgebiet. Rund 30.000 t Beton, Asphalt und Stahl müssen bis Ende 2026 auf einer Fläche von etwa 25.000 m2 weichen. Mit einem 75-Tonnen-Spezialbagger hat Hagedorn den Auftakt am westlichen Ende der Brücke gesetzt und dabei den ersten Abbruchabschnitt vom zu schützenden Widerlager der A 565 getrennt. Allein für diesen ersten Abschnitt waren rund 2.000 m3 Beton und 1.700 m2 Asphalt zurückzubauen, der Asphalt wurde bereits vor Beginn ­der eigentlichen Rückbauarbeiten ­abgefräst.

Beim Rückbau über der Graurheindorfer- und Herseler Straße arbeitete das Team von beiden Seiten der Brücke im 24-Stunden-Betrieb übers Wochenende, um die Kreuzung und die Bahntrasse so schnell wie möglich wieder freizugeben.
Ab dem zweiten Abbruchabschnitt erfolgt der Rückbau dann von beiden Brückenenden gleichzeitig in Richtung des Festlagers in der Mitte – insgesamt in 14 Schritten.Ergänzend zum Spezialbagger kommen mehrere Bagger der 40- und 50-Tonnen-Klasse zum Einsatz. Weil der Überbau der Brücke sowohl längs als auch quer vorgespannt ist, muss Hagedorn den Rückbau der beiden Teilbauwerke technisch eng aufeinander abstimmen.

Neben konventionellen Anbaugeräten wie Stemmhammer, Abbruchzange und Pulverisierer kommen zusätzlich insgesamt acht Jack-Up-Systeme zum Einsatz, die auf Schwerlastmodulfahrzeugen (SPMTs) montiert sind, um einen unkontrollierten Kollaps der Brücke zu verhindern, heißt es seitens des Unternehmens. Die Spezialsysteme stellen WASEL und Eisele als Tochtergesellschaften der Hagedorn Gruppe bereit und installieren sie vor Ort. Für den Schutz der unter der Brücke verlaufenden Leitungsinfrastruktur im Kreuzungsbereich des ersten Rückbau-Abschnitts hat Hagedorn rund 2.500 m3 Sand als Fallbett unter der Brücke eingebracht.

Baggermatratzen aus Holz sichern die Gleisanlagen der querenden Stadtbahnlinie zusätzlich. Großformatige Betonwinkelsteine schützen die nächstgelegene Wohnbebauung, Wassernebelanlagen binden den Staub. Lärm und Erschütterungen überwacht Hagedorn fortlaufend sensorisch – bei Grenzwertüberschreitungen greifen die Poliere vor Ort unmittelbar ein.

»Mit dem ersten Abschnitt haben wir gesehen, mit welchem Material wir es hier zu tun haben – stahlbewehrter Spannbeton, so hart wie erwartet. Unsere Erfahrung aus zahlreichen innerstädtischen Rückbauprojekten zahlt sich jetzt aus, gerade bei diesem engen Zeitplan mitten im Stadtgebiet«, sagt Fritz von Mangoldt, Vertriebsleiter der Hagedorn Unternehmensgruppe und Oberbauleiter des Projekts. Unmittelbar nach Abschluss der Rückbauarbeiten Ende 2026 beginnt der von der Autobahn GmbH ausgeschriebene Ersatzneubau der Vorlandbrücke, der bis Ende 2028 fertiggestellt sein soll.

Die Hagedorn Unternehmensgruppe mit Sitz in Gütersloh ist nach eigenen Angaben ein weltweit führenden Anbieter entlang der Wertschöpfungskette der Bauwirtschaft. Die Gruppe ­beschäftigt heute über 2.000 Mitarbeitende und umfasst mehr als 30 Gesellschaften. Mit Standorten in ganz Deutschland sowie Projekten ist Hagedorn mit seinem breiten Leistungsspektrum in zahlreichen Bereichen der Bau- und Flächenentwicklung aktiv.

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