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BSA 1409 HP D5: erster Einsatz bei Frankfurter U-Bahn-Strecke

Die Stationärbetonpumpe BSA 1409 HP D5 von Putzmeister wird erstmals in Frankfurt für die U5-Verlängerung eingesetzt. Sie fördert Beton über mehrere hundert Meter Rohrleitung im unterirdischen Tunnelabschnitt.

Von ABZ
Wacker Neuson EZ50 Minibagger bei Baustelleninspektion auf der IFAT Messe in München.
Betonierbeginn um 8 Uhr 22 mit Silvan Borstnar. | Fotos: Putzmeister

Frankfurt am Main (ABZ) | Beim Ausbau der U-Bahn-Linie U5 ins Frankfurter Europaviertel kommt erstmals im Stadtgebiet die Stationärbetonpumpe BSA 1409 HP D5 von Putzmeister zum Einsatz. Die Jochum Betonpumpen GmbH fördert damit Beton für die Trassenwege über eine rund 500 m lange Rohr- und Schlauchleitung. Den Transportbeton liefert EKS Beton. Beide Unternehmen arbeiten bei dem unterirdischen Bauabschnitt als Nachunternehmer zusammen.

Putzmeister stellte die 1400er-Serie erstmals auf der bauma 2025 vor. Die BSA 1409 HP D5 schließt laut Hersteller die Lücke zwischen der kompakten BSA 1409 mit 1,4 m Kolbenhub und der größeren BSA 2109 mit 2,1 m Kolbenhub. Die seit 2026 erhältliche Stationärbetonpumpe wurde für Hochbauanwendungen und Weitförderungen entwickelt.

Angetrieben wird die Maschine von einem 180 kW starken Deutz-Dieselmotor des Typs TCD 6.1 L6. Eine Abgasreinigung nach EU Stage V soll die Abgasemissionen reduzieren. Auch die Geräuschemissionen seien gegenüber früheren Ausführungen verringert, so der Hersteller.

Die Verlängerung der U5 umfasst eine 2,7 km lange Strecke mit vier Stationen. Der unterirdische Streckenabschnitt einschließlich des Tunnels und der Station Güterplatz soll voraussichtlich bis 2029 im Rohbau fertiggestellt werden. Die Betonage der Trassenwege durch EKS Beton und Jochum Betonpumpen ist über mehrere Monate geplant.

Die BSA 1409 HP D5 steht im Bereich der Station Platz der Republik an der Ecke Düsseldorfer Straße/Mainzer Straße. Von dort führt eine DN-125-Rohrleitung durch einen Revisionsschacht zunächst 20 m in die Tiefe und anschließend weitere 30 m bis zum Tunneleinstieg. Im Tunnel verläuft eine rund 450 m lange ZX-Rohrleitung. Am Ende wird auf DN 100 reduziert. Ein Hand-Sperrschieber und eine rund 70 m lange Schlauchleitung ermöglichen die flexible Betonverteilung an den Trassenwegen.

Vor Beginn der Betonage wurden die Rohrleitung gesichert und die erforderlichen Freigaben eingeholt. Ein Putzmeister-Servicetechniker begleitete den ersten Einsatz. Um 8.22 Uhr wurde die Pumpe zunächst mit Schlempe, einem Wasser-Zement-Gemisch ohne Gesteinskörnung zur Schmierung der Rohrleitung, befüllt. Anschließend begann die Förderung des Frischbetons von EKS Beton.

Die logistische Abstimmung stellte besondere Anforderungen: Zwischen der Betonherstellung im Werk und dem Einfüllen in den Pumpentrichter durften höchstens 90 Minuten liegen. Während der ersten Betonage blieb der Förderdruck laut Projektangaben konstant bei 30 bis 40 bar. Rund 48 m3 Beton wurden am ersten Tag innerhalb von knapp fünf Stunden eingebaut.

Nach Abschluss der Betonage wurde die Rohrleitung bis zur Reduzierung mit Wasser gereinigt. Das Reinigungswasser wurde anschließend mit Druckluft zurück nach außen gefördert. Für Restbeton und Reinigungswasser hatte Jochum eine Stahlwanne angefertigt. Die Schlauchleitung im Tunnel wurde in bereitgestellten IBC-Behältern gereinigt.

In den folgenden Tagen übernahmen erfahrene Maschinisten von Jochum den Betrieb der BSA 1409 HP D5. Die Tagesfördermengen lagen zwischen 32 und 56 m3 Beton. Damit blieb die Maschine innerhalb ihres vorgesehenen Einsatzbereichs für größere Förderaufgaben.

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