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Materialumschlag im Recyclingbetrieb übernommen

Von ABZ
Cat Umschlagbagger
Gewählt wurde der Cat MH3024 aufgrund der Ausleger-Reichweite von elf Metern. | Foto: Zeppelin

Singen (ABZ) | Im Recyclingbetrieb der Oehle Rohstoffverwertung GmbH in Singen sind zwei neue Cat Umschlagbagger im Einsatz. Nach Angaben von Zeppelin sollen sie den Materialumschlag im Unternehmen unterstützen und Aufgaben wie das Sortieren, Beschicken von Anlagen sowie das Be- und Entladen von Lkw und Güterwaggons übernehmen.

Der Entscheidung für die Maschinen ging nach Unternehmensangaben ein Vergleich mit Wettbewerbsmodellen voraus. Dabei wurden unter anderem Fahrerkomfort, Ansprechverhalten der Hydraulik und Wartungszugänglichkeit bewertet. Außerdem spielten die Rückmeldungen der Maschinenführer eine Rolle.

»Da lag die Cat Maschine vorne. Von Vorteil war auch, dass sich individuelle Fahrerprofile über das Display einfach einspeichern lassen. Mir war die Rückmeldung der Fahrer wichtig. Sie sagen: Die Menüstruktur ist einfach und verständlich und es gibt nicht zig Untermenüs, durch die man sich klicken muss«, so Dirk Oehle.

Unterschiedliche Einsatzbereiche

Der Cat MH3024 wurde laut Zeppelin aufgrund seiner Ausleger-Reichweite von elf Metern ausgewählt. Er übernimmt das Verladen gepresster Schrottpakete auf Lkw. Ein breiteres Einsatzspektrum deckt der Cat MH3026 mit einer Reichweite von 13 m ab. Er sortiert Material, beschickt Schrottschere und Schredder sowie Walking-Floor-Lkw und Güterwaggons. Ausgerüstet ist die Maschine mit einem Schnellwechsler OQC65, sodass sie wahlweise einen Fünf-Schalen-Greifer oder einen Magneten einsetzen kann. Die Anschaffung eines Zweischalengreifers ist nach Unternehmensangaben vorgesehen.

Service und Verfügbarkeit

Neben der Technik spielte laut Dirk Oehle auch das Servicekonzept eine wichtige Rolle. »Das Gesamtpaket hat gepasst«, so Dirk Oehle. »Auf unserem Platz muss sich was drehen. Wenn es mal klemmt, will ich wissen, woran wir sind und wie es weitergeht. Steht eine der Umschlagmaschinen, kann sie den ganzen Ablauf blockieren und wir können dann Waggons unter Umständen nicht mehr be- oder ausladen.«

Auch Alexander Tress verweist auf die Bedeutung der Zusammenarbeit: »Dass wir gleich zwei Umschlagbagger liefern durften, ist ein großer Vertrauensbeweis. Jetzt müssen wir zeigen, dass es läuft.« Nach Angaben von Zeppelin lag der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch des Cat MH3026 in den ersten 30 Betriebstagen laut VisionLink-Auswertung bei 8,7 l pro Stunde. »Ein wirklich guter Wert. Anhand des Leerlaufs merkt man, dass der Fahrer weiß, was er zu tun hat«, so Alexander Tress.

Nach Angaben des Unternehmens sollen die Fahrer zusätzlich geschult werden, um Assistenzsysteme wie Hub- und Reichweitenbegrenzung sowie die integrierte Waage umfassend nutzen zu können.

Familienunternehmen im Recycling

Die Oehle Rohstoffverwertung GmbH geht auf ein 1958 gegründetes Fuhr- und Lohnunternehmen zurück. Nach Angaben des Unternehmens bildeten zunächst die Aufbereitung von Stahl- und NE-Metallen sowie das Glasrecycling die Schwerpunkte. Heute gehören außerdem die Aufbereitung von Baustellenmischabfällen, Altholz, Restmüll und Altpapier zum Leistungsspektrum.

»Im Prinzip recyceln wir alles außer die Schwiegermutter«, formuliert Dirk Oehle zugespitzt das Spektrum des Familienbetriebs. »Das sorgt für einen Lacher, aber es beschreibt ganz gut unsere Vielfalt im Recycling von Rohstoffen.«

Das Unternehmen beschäftigt rund 16 Mitarbeiter und betreibt drei Umschlagbagger sowie acht Lkw. Das etwa 15.000 m² große Betriebsgelände verfügt über einen Gleisanschluss, über den Güterwaggons unter anderem für die Stahl- und Aluminiumindustrie be- und entladen werden. Das Einzugsgebiet umfasst nach Unternehmensangaben einen Radius von rund 60 km.

Auch digitale Technologien halten Einzug in den Betrieb. So wird nach Angaben des Unternehmens inzwischen künstliche Intelligenz bei der telefonischen Auftragsannahme eingesetzt.

»Rufen Kunden bei uns an und es kann gerade niemand ans Telefon gehen, dann übernimmt eine KI das Kundengespräch und klärt den Bedarf ab. Das ist für manchen Kunden eine Umstellung, aber auch wir müssen lernen, wie wir die KI immer besser darauf trainieren«, so Dirk Oehle.

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