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Neuer Wertstoffkreislauf für Nachhaltigkeit

Etex und Heidelberg Materials starten Recyclingprojekt "Cemloop XL" für Faserzement, um geschlossenen Wertstoffkreislauf und CO2-reduzierten Zement herzustellen. Ziel: Recyclinganteil von über 20 % und 15 % geringere CO2-Bilanz. Projektstart 2026 in Belgien geplant, weitere Länder sollen folgen. Ein

Von ABZ

Zaventem/Lixhe (ABZ). – Etex und Heidelberg Materials Benelux haben das Projekt "Cemloop XL" zum industriellen Recycling von Faserzement gestartet.

Ziel ist die Umsetzung eines geschlossenen Wertstoffkreislaufs unter Einsatz neuer Technologien. Das Projekt wird durch das LIFE-Programm der Europäischen Union kofinanziert.

Im Rahmen des Projekts soll Faserzementabfall in einen Sekundärrohstoff umgewandelt werden, der anschließend in der Zementproduktion von Heidelberg Materials zum Einsatz kommt. Der daraus hergestellte CO2-reduzierte Zement wird wiederum in der Faserzementfertigung bei Etex verwendet.

Laut Angaben der Unternehmen entstehen so neue Produkte mit einem Recyclinganteil von über 20 % und einer rund15 % geringeren CO2-Bilanz. Der Projektstart ist für 2026 in Belgien geplant; weitere Länder – darunter auch Deutschland – sollen schrittweise folgen.

Die Umsetzung erfolgt über zwei technische Prozesse: Etex hat gemeinsam mit der Jacobs Group ein Verfahren zur Herstellung von recyceltem Faserzementpulver (Recycled Fibre Cement Paste, RFCP) entwickelt. Dieses soll sowohl aus Etex eigenen Produktionsabfällen als auch aus gebrauchten Faserzementprodukten hergestellt werden.

Eine Recyclinganlage in Hemiksem südlich von Antwerpen befindet sich derzeit im Bau und soll bis Mitte 2026 fertiggestellt werden.

Das recycelte Faserzementpulver wird anschließend mittels dem CCLIX-Verfahren von Heidelberg Materials karbonatisiert, wobei aus dem Zement-Produktionsprozess entstandenes CO2 genutzt wird. Das Ergebnis ist laut Hersteller ein Material mit zementähnlichen Eigenschaften, welches den Primärrohstoff Klinker in der Herstellung von CO2-armen Zement teilweise ersetzen kann. Ein spezieller Karbonatisierungsreaktor am Standort Lixhe in der Provinz Lüttich ist bis Ende 2028 geplant. Zu den ökologischen Effekten des Projekts zählen laut Angaben der Unternehmen:

"Heidelberg Materials verfolgt seit langem das Ziel, die CO2-Emissionen in der Zementherstellung zu reduzieren. Ein zentraler Ansatz dabei ist die Verringerung des Klinkeranteils im Zement", erklärt Serge Montagne, Technical Director Cement Operations bei Heidelberg Materials Benelux.

Eric Bertrand, Chief Innovation Officer bei Etex, ergänzt: "Kreislaufwirtschaft ist ein integraler Bestandteil unserer Innovationsstrategie bei Etex. Bis 2030 streben wir an, über 20 Prozent unserer eingesetzten Materialien aus zirkulären Quellen zu beziehen und keine Abfälle mehr zu deponieren." Das Projekt wurde im Juni 2025 in das LIFE-Programm der Europäischen Union aufgenommen und wird finanziell gefördert.

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