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Demonstration gegen A100 in Berlin

A100, Demo und DJs: Warum Fridays for Future, BUND & Co. fordern, dass Berlin beim Autobahnausbau einen Kurswechsel einschlägt.

Von dpa
Ausbaustopp der Stadtautobahn gefordert
Teilnehmer der Rad- und Fußdemonstration «A100 wegbassen» stehen in Neukölln an der Zufahrt zur Autobahn 100. | Foto: picture alliance/dpa | Paul Zinken

Berlin (dpa). - Mehrere hundert Menschen haben in Berlin gegen den weiteren Ausbau der Stadtautobahn A100 demonstriert. Zu Fuß und auf dem Fahrrad protestierten sie unter dem Motto „Wir setzen der A100-Irrfahrt ein Ende” vor allem gegen die Pläne für einen 17. Bauabschnitt der Autobahn vom Treptower Park zur Storkower Straße.

Von verschiedenen Startpunkten aus zogen Demonstranten in der vergangenen Woche zunächst bis zur Hatun-Sürücü-Brücke, die an der Sonnenallee in Berlin-Neukölln über die A100 führt.

Später ging es dann weiter auf die A100, die auf dem entsprechenden Abschnitt gesperrt worden war. Die Veranstalter sprachen von einer Teilnehmerzahl im vierstelligen Bereich, die Polizei von gut 500. Eine Abschlusskundgebung war für den späteren Nachmittag auf der A100 kurz vor Abfahrt Treptower Park angekündigt.

Neben dem sofortigen Stopp des A100-Ausbaus forderten die Demonstranten eine klimagerechte Mobilitätswende, ein Moratorium für den Neubau von Autobahnen und Fernstraße oder auch, den zuletzt fertiggestellten 16. Bauabschnitt nicht mehr als Autobahn zu benutzen.

Zu der Demo aufgerufen hatte das Bündnis „A100 wegbassen” aus mehreren Verbänden und Initiativen. Beteiligt waren unter anderem der Verein Changing Cities, der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Berlin, Fridays for Future Berlin und die Clubcommission Berlin, die negative Auswirkungen auch auf die Clubszene befürchtet.

Der 16. Bauabschnitt der A100 ist erst Ende August eröffnet worden. Er führt vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Treptow. Schon dagegen gab es viel Protest, auch weil es nach der Eröffnung rund um die Auffahrt in Treptow immer wieder zu Staus, dichtem Verkehr und unübersichtlichen Situationen gekommen ist.

Ein Problem ist, dass der Richtung Friedrichshain fließende Verkehr auf der Elsenbrücke die Spree überquert, die wegen Bauarbeiten nur eingeschränkt genutzt werden kann. Kritiker befürchten allerdings, dass unabhängig davon ein Autobahnausbau zu noch mehr Verkehr führen wird.

dpa

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