Niederkrüchten (ABZ) | Das neue dreigeschossige Bürogebäude auf dem Derix Campus steht kurz vor der Fertigstellung. Nach Angaben der Derix-Gruppe wurden mehr als 360 Kubikmeter Holz verbaut. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung übersteigt die im Holz gespeicherte CO2-Menge die Emissionen aus Herstellung und Errichtung.
Eine Bachelorarbeit von Nick Schulz, Werkstudent bei der Derix-Gruppe und Student im Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Aachen, untersuchte die Klimabilanz des Gebäudes. Das Treibhauspotenzial liegt laut Untersuchung bei 4,9 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Quadratmeter und Jahr (kg CO2e/m2a). Damit unterschreitet der Neubau den DGNB-Anforderungswert für graue Emissionen über den gesamten Lebenszyklus von 12 kg CO2e/m2a um rund 60 Prozent.
Die verbauten Materialien wurden mithilfe der digitalen Plattform Madaster in einem Materialpass dokumentiert. Lösbare Verbindungen und rückbaubare Konstruktionen sollen ermöglichen, Bauteile später wiederzuverwenden oder zu recyceln.
Auch im Betrieb setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Ressourcenschonung. Der Campus wird mit Ökostrom betrieben, teilweise aus einer eigenen Photovoltaikanlage. Die Leuchtmittel werden gemietet statt gekauft.
Auf einen Aufzug verzichtete Derix zunächst, da kein passendes Miet- oder Kreislaufmodell verfügbar gewesen sei. Die baulichen Voraussetzungen für eine spätere Nachrüstung wurden geschaffen. Alle für Besucher vorgesehenen Bereiche sind laut Unternehmen barrierefrei erreichbar.