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Deutz: Umsatz und Auftragseingang 2026 deutlich gesteigert

Die Deutz AG verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein Umsatzplus von 11,3 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. Der Auftragseingang wächst um 30,4 Prozent und wird durch Energy, Service und Defense getragen.

Von ABZ

Köln (ABZ) | Die Deutz AG hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und Auftragseingang deutlich gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte um 30,4 Prozent auf rund 1,96 Milliarden Euro zu. Das bereinigte Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) stieg um 36 Prozent auf 118,2 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Rendite verbesserte sich von 5,8 auf 7,1 Prozent.

Das Wachstum wurde laut Unternehmen von den Segmenten Engines, Energy, Service und Defense getragen. Einen wesentlichen Beitrag zum Umsatzanstieg leistete der Bereich Energy mit einem Plus von 72 Millionen Euro. Auch die Bereiche Service (+42 Millionen Euro), Defense & Sonstiges (+28 Millionen Euro) und Engines (+25 Millionen Euro) entwickelten sich positiv.

Mit dem Abschluss der Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) baut Deutz sein Geschäft im Verteidigungsbereich aus. Für 2027 erwartet das Unternehmen durch FFG einen zusätzlichen Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro bei einer bereinigten EBITDA-Rendite von über 20 Prozent. Der neue Geschäftsbereich soll künftig neben Engines, Energy und NewTech eine tragende Säule des Konzerns bilden.

Darüber hinaus hat Deutz Ende September eine Absichtserklärung mit dem US-amerikanischen Unternehmen Hypercraft unterzeichnet. Die Zusammenarbeit betrifft unter anderem die Entwicklung unbemannter Bodenfahrzeuge. Deutz soll dabei seine Erfahrungen mit Motoren, hybridelektrischen Systemen und der Integration von Verteidigungsfahrzeugen einbringen. Hypercraft stellt sein Netzwerk militärischer Kunden für die Definition von Anforderungen und die Erprobung neuer Produkte auf dem US-Markt zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat den Vertrag von Finanzvorstand Oliver Neu bis zum 30. September 2032 verlängert. Neu ist seit 2024 CFO und begleitete zuvor als Leiter Finance & Controlling die 2022 begonnene Unternehmenstransformation.

Für das Gesamtjahr 2026 hält Deutz an seiner Umsatzprognose von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro fest. Bei der bereinigten EBIT-Rendite erwartet das Unternehmen nach dem FFG-Erwerb nun einen Wert am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 6,5 bis 8 Prozent. Der Free Cashflow vor M&A-Ausgaben soll weiterhin einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag erreichen.

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