Stuttgart (ABZ). – Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ist auf der BAU in München mit einer eigenen Sonderschau vertreten. Diese steht unter dem Motto "So geht nachhaltiges Bauen" und widmet sich der Vermittlung von praxisnahem Expertenwissen. Zu finden ist die DGNB Sonderschau in Halle C2 an Stand 518.
"Nachhaltigkeit mit all den dazugehörigen Aspekten wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Zirkularität wird auf der BAU 2025 bei vielen Ausstellern omnipräsent sein", sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. "Es ist jedoch mehr als nur ein Trendthema.
Es ist ein Grundprinzip des Planens und Bauens, zu dem bereits ausreichend Wissen vorhanden ist, welches jetzt in die breite Anwendung kommen muss. Mit den Angeboten auf der Sonderschau setzt die DGNB genau hier an. Vorbehalte sollen entkräftet und Nachhaltigkeit im Selbstverständnis aller Bauschaffenden etabliert werden – fernab von grünen Marketingslogans.
Zu den Angeboten der DGNB auf der BAU 2025 zählen im Wesentlichen ein umfassendes Konferenzprogramm, interaktive Wissensangebote auf dem rundum nachhaltig umgesetzten Messestand sowie kostenlose Rundgänge zu ausstellenden DGNB Mitgliedsorganisationen. Das Vortragsprogramm auf der Sonderschau folgt an allen fünf Messetagen demselben Schema. Es beginnt jeweils mit zwei Einführungsvorträgen zur Arbeit der DGNB (10 Uhr und 13 Uhr) sowie zur Frage, worauf es bei der nachhaltigen Materialwahl ankommt (10 Uhr).
Um jeweils 11 Uhr heißt es von Montag bis Freitag "Wissen statt Meinung". Zu den Referenten zählen unter anderem Prof. Thomas Auer (TUM, Transsolar), der sich am 14. Januar dem klimagerechten Bauen widmet, sowie Till Richter (Auer Weber), dessen Kurzseminar am 15. Januar das Thema "Umbau statt Neubau: Gebäude revitalisieren und graue Energie minimieren" hat.
Unter dem Motto "Produktinnovation trifft Nachhaltigkeit" öffnet die DGNB täglich ab 14 Uhr ihre Bühne auf der BAU-Sonderschau. Im Stile einer Open Stage präsentieren jeden Tag bis zu acht DGNB Mitglieder ihre spannendsten Neuheiten in kurzweiligen Pitch-Vorträgen, heißt es.
Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Status quo des nachhaltigen Bauens steht im Fokus der Diskursrunden "Sustainability Beyond Buzzwords", die an allen fünf Messetagen um 15 Uhr beginnen. Am ersten Messetag widmet sich die DGNB der Frage, was Architekten von Herstellern wirklich wissen wollen – jenseits von Green Claims. Weiter geht es am Dienstag zum Thema "Endgegner Bürokratie: Wie sinnvoll sind Gebäudetyp E, QNG und Co. in der Praxis". Der Titel der Diskursrunde am 15. Januar lautet "Realitätscheck zum nachhaltigen Bauen: Wo steht die Branche jenseits von politischen Leuchtfeuern". Einen Tag später geht es um Klimaanpassung, Biodiversität und die Frage, welche Lösungen in Zeiten des Klimawandels wirklich helfen. Zum Abschluss dieses Formats beschäftigt sich am 17. Januar um 15 Uhr eine Runde mit dem Thema "Echte Transformation oder immer noch Hype: Wo steht die Branche auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft".
Wissenstransfer im nachhaltigen Bauen bedeutet laut dem Veranstalter auch, von guten Projekten zu lernen. Genau das steht im Fokus der Vorträge, die an allen fünf BAU-Tagen um 16 Uhr auf der DGNB Sonderschau stattfinden. Unter anderem stellt Oliver Brncic von Oliv Architekten am 14. Januar das Holzhybridgebäude Tri in München vor. Im Vortrag am 15. Januar beschäftigt sich Martin Haas von haascookzemmrich – STUDIO 2050 mit dem Rapunzel Besucherzentrum in Legau. Julian Weyer vom dänischen Architekturbüro C.F. Møller präsentiert am 17. Januar die Unternehmenszentrale der Berlin Hyp in Berlin.
Kostenlose Rundgänge finden jeweils um 10 Uhr (dienstags bis freitags) und 13 Uhr (montags bis donnerstags) statt. Die Dauer ist etwa zweieinhalb Stunden. Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung über die Website der DGNB unter www.dgnb.de/bau erforderlich.
Die DGNB Sonderschau "So geht nachhaltiges Bauen" wird von zahlreichen Partnern unterstützt. Als Netzwerkpartner sind Kimtec sowie wineo mit dabei. Rundgangpartner der DGNB auf der BAU 2025 sind die Alho Unternehmensgruppe, ArcelorMittal, bauforumstahl, Brüninghoff, dormakaba, Fabromont, feco Systeme, Hottgenroth Software, Lindner, Loba, mfh systems, Sika, Tarkett und Uponor.
Auch bei der Umsetzung des rundum nachhaltigen Messestands erhielt die DGNB Unterstützung von einigen Partnerorganisationen. Zum Einsatz kommen unter anderem Materialien und Möbel von Haworth, Polycare, Trilux, Triqbriq und Wilkhahn.