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Unser Gehirn funktioniert ähnlich wie eine künstliche Intelligenz. Beim Zuhören arbeitet unser Kopf schneller als jeder Nachrichtensprecher. Noch bevor ein Satz beendet ist, steht die Prognose schon fest: Dieses Wort kommt jetzt. Diese Wendung ist wahrscheinlich. Dieses Ende kennen wir doch. Das Gehirn ist der ungeduldige Zuschauer eines Films, der ständig versucht, die nächste Szene zu erraten. Forscher haben nun entdeckt, dass diese Fähigkeit viele Ähnlichkeiten mit modernen Sprachmodellen wie GPT hat. Auch Maschinen suchen Muster und berechnen Wahrscheinlichkeiten.

Der Mensch staunt über die KI – und übersieht dabei, dass er selbst seit Millionen Jahren eine biologische Version davon besitzt. Allerdings hat die menschliche Ausgabe ein paar Extras: Sie kann sich Sorgen machen und mitten in einer wichtigen Aufgabe plötzlich vergessen, warum sie eigentlich ins Zimmer gegangen ist. Vielleicht ist das der Unterschied zwischen Gehirn und Computer: Die Maschine will immer richtig liegen. Der Mensch macht aus seinen Fehlern Geschichten. Wenn nun beides geschickt kombiniert wird kann man sagen: Hirn und Maschine – ein Dreamteam im Wörterraten.  

Tags: Glosse

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