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160 Jahre erfolgreiche Unternehmensgeschichte

Die Eberspächer Gruppe feierte 160 Jahre und expandiert mit neuen Partnerschaften in Geschäftsfelder wie Wasserstoffproduktion und Energiespeichersysteme.

Von ABZ
Eberspächer feiert Jubiläum
1914 nimmt die Fabrik auf dem heutigen Werksgelände in Esslingen ihren Betrieb auf. | Foto: Eberpächer

Esslingen (ABZ). – Die Eberspächer Gruppe wurde am 9. Juli 2025 160 Jahre alt. Der Technologieanbieter für den Automobilmarkt erschließt sich nach eigenen Angaben mit Partnerschaften neue Geschäftsfelder und setzt dabei auf Innovationen für die Zukunft.

Im 160. Jahr der Unternehmensgeschichte erschließt sich die Eberspächer Gruppe mit Partnerschaften neue Geschäftsfelder. "Als technologiegetriebenes Unternehmen bieten wir ein breites Produktportfolio. Sowohl für jede Antriebsform als auch die Möglichkeit diese außerhalb der Automobilumfeldes weiterzuentwickeln. Der Transfer in neue Geschäftsfelder eröffnet Chancen für den langfristigen Erfolg bei sich ändernden Marktbedingungen", unterstreicht der Geschäftsführende Gesellschafter Martin Peters.

Dazu zählt der Bereich Wasserstoff. Um die Verfügbarkeit von Wasserstoff zu erhöhen, entwickelte Purem by Eberspächer gemeinsam mit einem dänischen Technologieunternehmen ein Konzept für die industrielle Fertigung von Hochtemperaturelektrolyseuren. Die ersten beiden Vier-Tonner lieferte der Abgas- und Akustikspezialist der Unternehmensgruppe Anfang Juni aus.

Zudem arbeiten die Experten mit einem deutschen Start-Up an der Fertigung von Druckbehältern, die die sichere und kostengünstige Speicherung und den Transport des Energieträgers ermöglichen sollen.

"Dies gelingt uns, indem wir unsere Kernkompetenzen und die langjährigen Fachkenntnisse aus der Abgastechnologie übertragen sowie divisionsübergreifend zusammenarbeiten", erläutert Jörg Steins, CEO Eberspächer Gruppe.

In weiteren Geschäftsfeldern verkündeten die Esslinger unlängst weitere Kooperationen: Im Rahmen des Joint-Ventures mit dem niederländischen Experten für Energiespeichersysteme Zeliox erweitert Eberspächer das Portfolio um mobile Stromquellen für Spezialfahrzeuge. Die integrierten All-in-One Eberspächer Zeliox Energiespeichersysteme stellen Strom beispielsweise in Werkstattwagen oder Baufahrzeugen zur Verfügung.

Um verschiedenste automatisierte Fahrfunktionen verlässlich abzusichern und der steigenden Komplexität der elektronischen Fahrzeugarchitektur Rechnung zu tragen, entwickelte Eberspächer ein Batteriemanagement-System mit Anbindung an das Pkw-Bordnetz. Das Unternehmen ist damit laut eigenen Angaben eines der ersten in Europa mit einem solchen Produkt in Serie.

Die Ursprünge von Eberspächer reichen zurück ins Jahr 1865, als Jakob Eberspächer in Esslingen eine kleine Flaschnerwerkstatt gründete. Zunächst fertigte er Alltagsgegenstände wie Gießkannen oder Dachrinnen, weitete sein Geschäft jedoch bald auf industrielle Kunden aus – unter anderem mit Blechspulen für Spinnereien.

Ein technischer Durchbruch gelang ihm 1886 mit der kittlosen Fensterverglasung auf Blechsprossen, die sich besonders im Hallenbau etablierte und das Wachstum des Unternehmens beschleunigte. Bereits 1900 entstand das erste Fabrikgebäude, 1913 folgte die erste Auslandsniederlassung in Österreich.

In den 1930er-Jahren erschloss Eberspächer ein neues Geschäftsfeld: die Automobilbranche. Angesichts der Weltwirtschaftskrise entstand die Idee, Blech zu Schalldämpfern zu verarbeiten. Gleichzeitig begann die Entwicklung von Fahrzeugheizungen. Ab den 1950er-Jahren lieferte das Unternehmen sowohl Standheizungen als auch Abgasanlagen.

Innovationen wie der frühe Einsatz von Katalysatoren (ab 1974 in Serie), elektrische Zuheizer oder Hochvolt-Heizgeräte für E-Fahrzeuge kennzeichnen die Firmengeschichte. Bereits in den 2000er-Jahren nahm Eberspächer die Fahrzeugelektronik ins Visier und baute seine Position als Technologieführer kontinuierlich aus.

Über 160 Jahre hinweg blieb laut Unternehmensangaben die Offenheit für Wandel ein Leitmotiv: vom handwerklichen Flaschnerbetrieb zum weltweit agierenden Innovationspartner der Automobilindustrie und darüber hinaus.

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