Geretsried (ABZ). – Ulma Construction hat mit ONADEK TOP ein Deckenschalungssystem vorgestellt, das das Verlegen der Schalungsplatten von oben ermöglicht.
Das System aus hochfestem und verzinkten Stahl mit einem Grundraster von 2,5 x 2 m soll die Arbeitssicherheit erhöhen und Schalzeiten verkürzen.
Das Deckenschalungssystem wurde auf der bauma 2025 präsentiert und eignet sich laut Hersteller für nahezu alle Baustellentypen – vom kleinen Wohnungsbau bis hin zum großen Verwaltungs- und Flächenbau, für Massiv- und ebenso Fertigplattendecken.
Auch die BG Bauist von der Sicherheit überzeugt
Ulma hat das System in den letzten Jahren entwickelt und bereits auf einer Vielzahl von Baustellen eingesetzt. Auch die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) zeigte sich vom hohen Sicherheitsstandard überzeugt und präsentierte auf ihrem bauma-Stand ein konkretes Einsatzbeispiel.
Der ONADEK TOP Trägerrost wird ausschließlich von unten eingeschalt, die Schalplatten werden von oben verlegt. Beim Einlegen der Schalungsplatten von oben ist durch den Trägerabstand von 30 cm das Tragen einer den Bewegungsablauf einschränkenden Schutzausrüstung PSAgA nicht mehr notwendig.
Der Aufbau ist einfachund soll intuitiv gelingen
ONADEK TOP erfüllt beim Aufbringen der Schalungsplatten als Belag die DGUV Regel 101-014 der Bauberufsgenossenschaft für ein sicheres Arbeiten von oben ohne jegliche Einschränkung.
Das schwerste Teil ist der Hauptträger mit circa 18 kg, alle anderen Teile sind deutlich leichter, teilweise unter dem Gewicht von Holzträgern. Dies bedeutet nach Angaben des Herstellers ein völlig neues Arbeiten auf der Baustelle und dabei vor allem des Überkopfarbeitens. Es wird kein zusätzliches und teures Gerät zum Einschalen benötigt.
Der Aufbau ist laut Ulma intuitiv und einfach: Zuerst wird ein Rahmen aus zwei Hauptträgern erstellt, welche in die auf die Stützen montierten Fallköpfe eingehängt werden. Die beiden Randnebenträger werden an den kurzen Seiten montiert. Im Anschluss werden die sechs Nebenträger im Feld einseitig eingehängt und mit der Montagegabel in ihre horizontale Position hochgeschwenkt.
Nachdem die erste Modulreihe von unten mit Schalplatten belegt und der Seitenschutz montiert wurde, kann die Schalung zum weiteren Montieren oben betreten werden. Die Schalungsplatten lassen sich dann in die montierten Trägerroste auflegen. Sie sind nach eigenen Angaben direkt unverschieblich durch die Randnebenträger gehalten und geschützt.
Eine Vernagelung der Schalungsplatten sei damit nicht mehr notwendig, da sich die Platten nicht mehr horizontal verschieben können. Dies bedeutet laut dem Unternehmen eine weitere Einsparung von Arbeitszeit. Schäden an den Schalungsplatten durch Nägel und durch gewaltsames Lösen der Platten von der fertigen Decke sollen nicht mehr vorkommen.
Schalzeiten von unter 0,2 Quadratmeter pro Stunde
Die Schalzeiten von ONADEK TOP bewegen sich laut Hersteller deutlich unter 0,2 m²/h und die Folgekosten zum Reinigen und Reparieren auf einem sehr niedrigen Niveau. Bestätigt wurden die Montagewerte durch Zeitmessungen durch das "Institut für Zeitwirtschaft und Betriebsberatung Bau" auf unterschiedlichen Baustellen in Deutschland. Zudem ist das Transportvolumen deutlich niedriger als bei anderen Systemen, zum Beispiel bei weniger als 50 % als bei Moduldecken. Daraus resultieren sowohl Einsparungen bei An- und Abtransporten als auch bei Umsetzvorgängen im Bauablauf.