Rodgau (ABZ). – Kubota hat nach eigenen Angaben in Kooperation mit seinem Tochterunternehmen Fede, einem Hersteller von Sprüh- und Zerstäubersystemen, ein autonomes Sprühsystem für Sonderkulturen entwickelt. Das K-FAST (Kubota Fede Autonomous Spraying Technology) genannte Roboterkonzept entspreche den EU-Vorschriften und den Zielen des Green Deals.
Kubota stellt in Aussicht, dass KFAST die Produktivität und Effizienz in Plantagen deutlich steigern wird: Ein einziger Bediener könne gleichzeitig vier Roboter steuern. Das Unternehmen will mit dem System nach eigenen Angaben Lösungen für den Arbeitskräftemangel sowie den Generationenwechsel im Agrarsektor bieten. KFAST verbessere zudem den Arbeitsschutz, indem es Unfallrisiken eliminiere und die berufliche Belastung durch den Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln erheblich verringere.
KFAST wendet laut Hersteller autonom Pflanzenschutzapplikationen an und bietet die Möglichkeit der dezentralen Steuerung. Seine Fahrzeugstruktur und der neu entwickelte 4 x 4 Antrieb sollen für reibungslose Bewegung, präzises Wenden und genaue Positionierung auch zwischen den engsten Reihen in Sonderkulturen sorgen. Das autonome Sprühgerät kann nach Angaben des Herstellers mit verschiedenen Gebläsesystemen ausgestattet werden, um die spezifischen Anforderungen verschiedener Plantagen zu erfüllen.
Laufende Behandlungen werden laut Kubota auf der Specialty Crops Platform (SCP), dem digitalen landwirtschaftlichen Management-Tool von Fede, überwacht und angezeigt. KFAST sende Alarme im Falle eines Vorfalls oder Parameters außerhalb der Reichweite, einschließlich der Erkennung von leerem Sprüh- und Dieseltank, um selbstständig an die Station zum Nachfüllen zurückzukehren. Sobald ein Einsatz abgeschlossen sei, würden alle Daten dokumentiert, was eine echte Rückverfolgbarkeit und die erforderlichen Informationen zur Erstellung des digitalen landwirtschaftlichen Tätigkeitsnachweises biete.
Sobald ein Arbeitsauftrag eingeht, bewegt sich das System in die zugewiesene Reihe und startet die Applikation, informiert Kubota. KFAST nutze Technologie zur Bilderfassung und KI-gestützten Verarbeitung, um hochpräzise Behandlungen durchzuführen. Der Roboter passe das Sprühen in Echtzeit an, indem er jede Düse individuell steuere und die Behandlung baumweise an den jeweiligen Auftragsbaum anpasse. Dabei wird dem Hersteller zufolge ein konstanter Druck- und Auftragsfluss in allen geöffneten Düsen aufrechterhalten. wodurch eine gleichmäßige Verteilung und Ablage der Behandlung sichergestellt werden.
Das KFAST-Konzept soll durch eine bemerkenswerte Reduzierung des Pestizideinsatzes und der Bodendegradation überzeugen und dadurch zwei zentralen Zielen des Green Deal der Europäischen Union entsprechen. Beim Einsatz von Pestiziden verzeichnet das System laut Kubota Einsparungen von bis zu 40 %. Darüber hinaus soll KFAST durch die mit Image Capture generierten Indikatoren fortlaufend aktualisierte Daten über den Zustand der Plantage liefern.