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Das Gewerk kommt nicht mehr ohne Digitalisierung und Vernetzung aus

Im Gerüstbau sind Digitalisierung und Vernetzung essentiell, um Effizienz zu steigern. Mit digitalen Tools können Fachkräftemangel und gesetzliche Anforderungen besser bewältigt werden.

Von ABZ
Effizienz und Sicherheit im Gerüstbau
Gregor Clausen, Geschäftsführer von CP-Pro. | Foto: CP-Pro Solutions

Dormagen (ABZ). – Beim Gerüstbau müssen sämtliche Komponenten perfekt zusammenpassen und sich ergänzen, damit Effizienz und Sicherheit gewährleistet sind. Nichts anderes sollte auch auf digitaler Ebene passieren, sagt Gregor Clausen, Geschäftsführer von CP-Pro. In einem vernetzten Ökosystem können Daten zwischen den einzelnen Lösungen effizient ausgetauscht und ihre Funktionen untereinander integriert werden.

Zwar sind die handwerklichen Fähigkeiten der Gerüstbauer auf der Baustelle essenziell – ihr Arbeitsalltag erhält mittels Digitalisierung aber trotzdem einen Effizienz-Boost.

Wie die meisten Gewerke sieht sich ebenso der Gerüstbau vor allem drei drängenden Herausforderungen gegenüber. So hat der Fachkräftemangel das Handwerk weiterhin hartnäckig im Griff. Das Defizit an Man- beziehungsweise Womanpower können Unternehmen ausgleichen, indem sie neben dem Recruiting von jungem Nachwuchs und dem Ausbau der Arbeitgeberattraktivität auf Digitalisierung und Automatisierung setzen.

Allerdings sind viele Gerüstbau-Unternehmen alles andere als digital aufgestellt. Viele Prozesse wie die (Bau-) Dokumentation, Zeiterfassung, Rechnungstellung und weitere administrative Verpflichtungen werden noch immer manuell durchgeführt.

Oftmals wird dieser Aufwand auf den Feierabend oder das Wochenende gelegt, damit genügend Arbeitsstunden für die wichtigen Tätigkeiten zur Verfügung stehen. So bleibt jedoch weniger Zeit, die man lieber mit seiner Familie oder seinen Freunden verbringt, glaubt CP-Pro. Darunter leiden letztlich die Möglichkeiten, neue Kolleginnen und Kollegen zu finden, aber auch die bereits erwähnte Attraktivität als Arbeitgeber. Außerdem steige die Fehleranfälligkeit – sowohl in der Dokumentation als auch womöglich auf dem Bau selbst – ein Teufelskreis für Entscheider.

Zusätzlich zu diesen Herausforderungen entsteht auf Seiten des Gesetzgebers regelmäßig zusätzlicher Digitalisierungs-Druck. So steht im Januar 2025 zum Beispiel die Einführung der E-Rechnungspflicht bevor.

In einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld, in dem Agilität, schnelle Reaktionszeiten und akkurate Dokumentation unerlässlich sind, stoßen viele Unternehmen an ihre analog gezogenen Grenzen. Ein ganzheitlicher, digital-gestützter Lösungsansatz soll dabei helfen, diese Grenzen erfolgreich zu überwinden.

Die OneQrew-Unternehmensgruppe vereine zum Beispiel mehrere Digital-Experten, die Lösungen für verschiedene Gewerke entwickeln, unter einem Dach. Diese Tools und deren Funktionen sollen sich effizient miteinander verknüpfen lassen. CP-Pro als Teil der OneQrew trägt ebenfalls zu dieser gebündelten Expertise in Digitalisierung und Innovation bei, sodass Gerüstbauer von einer großen Auswahl an nutzerfreundlichen und mobilen digitalen Tools profitieren, die ihren Alltag erleichtern und optimieren – selbst, wenn sie digital weniger affin sind, heißt es von Entwicklerseite.

Darüber hinaus mache die Automatisierung von Prozessen die Arbeit auf der Baustelle deutlich effizienter. So sollen die Kollegen nicht nur alle Projektinformationen immer im Blick haben – ebenso Standardabläufe wie die Arbeitszeiterfassung und Baustellendokumentation sollen wesentlich schneller von der Hand gehen.

Daneben lassen sich, so das Unternehmen, Gerüstbauprojekte mithilfe der vernetzten Daten sowie modernster CAD-Tools effizienter planen, anfallende Materialien, Bauteile und Kosten berechnen sowie mögliche Gefährdungen identifizieren und beurteilen.

Auch das Thema E-Rechnungspflicht und deren technische Umsetzung ist Teil des Tool-Ökosystems der Unternehmensgruppe. So müssen deutsche B2B-Unternehmen – einschließlich Handwerksbetriebe – Rechnungen ab Januar 2025 in einem elektronischen, strukturierten und maschinenlesbaren Format empfangen und verarbeiten können. Ab 2028 gilt zusätzlich dann die Ausstellpflicht bei B2B-Transaktionen. Wie andere Lösungen aus dem OneQrew-Kosmos wird die Dokumenten-Management-Software an die Software von CP-Pro angebunden – wie die Entwickler betonen, ein Mehrwert für die Kunden, die so von der Digitalexpertise der gesamten Gruppe profitieren.

Im November findet wieder das traditionelle Groß-Seminar von Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau in Hannover statt. In diesem Jahr sehen Innung und Verband es als notwendig an, über "Gerüstlogistik auf der Baustelle" zu diskutieren. Dieses Thema und die Frage, welche technischen Lösungen die Gerüstlogistik effektiv unterstützen, werden die Branche im kommenden Jahr besonders beschäftigen.

Neben diesen Themen sowie dem anhaltenden Fachkräftemangel bekommen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz besonders im Gerüstbau immer mehr Aufmerksamkeit. Denn beim (Aus-)Bau beziehungsweise bei der Anbringung von Fassaden mit Energietechnologie und Wärmedämmung werden Gerüstbauunternehmen künftig und im wahrsten Sinne des Wortes eine "tragende Rolle" haben.

Umso wichtiger ist es, dass sie sich auf eine erhöhte Nachfrage vorbereiten und ihre Prozesse mithilfe digitaler (Automatisierungs-) Tools effizienter gestalten, heißt es.

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