St. Johann/Österreich (ABZ). – Der österreichische Anbieter von Möbeln, Holz- und Bodenbelag Egger hat unlängst das deutsche Recyclingunternehmen M+P Umweltdienste GmbH übernommen. Der bisherige Eigentümer Florian Michels wird laut Firmenangaben in der Geschäftsführung bleiben und künftig gemeinsam mit den Egger-Recycling-Experten Peter Lattrich (Technik/Produktion) und Tobias Neumann (Finanzen/Verwaltung) den Standort verantworten.
Die 23 Mitarbeitenden des Unternehmens werden von Egger übernommen. Über den Kaufpreis und weitere Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Egger-Gruppe hat die Produktion im Stoffkreislauf und die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen als strategische Priorität festgelegt. "Im Sinne der Rückwärtsintegration bauen wir bei Egger unsere eigenständigen Altholzrecycling-Unternehmungen aus. So können wir Ressourcenschonung und Rohstoffsicherung vereinen. Wir freuen uns, nun den Standort Overath und damit das Altholz-Potenzial des Großraums Köln/Bonn in unserer Gruppe zu haben. Außerdem übernehmen wir eine erfahrene Mannschaft, die uns beim weiteren Ausbau unserer Recycling-Aktivitäten maßgeblich unterstützen werden", bekräftigt Thomas Leissing, Sprecher der Egger Gruppenleitung, den strategischen Beitrag der Akquisition.
Im Kern basiert die Unternehmensgründung von Egger laut Aussage des Unternehmens auf einer nachhaltigen Idee. Fritz Egger sen. entschloss sich vor über 60 Jahren, sein Sägewerk zu schließen und sich stattdessen fortan der Holzwerkstoff-Produktion zu widmen. Sein prägender Leitsatz war, dass Holzreste viel zu wertvoll zum Wegwerfen sind. Seither verwendet das Unternehmen diese Reste stofflich und veredelt sie zum hochwertigen Produkt weiter. Auch in der Verwendung von recyceltem Holz in der Produktion hat Egger schon knapp 30 Jahre Erfahrung: 1995 wurde am Standort Brilon erstmals Altholz in der Spanplatte eingesetzt.