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Neuer Lehmputz verbessert Raumklima mit hoher Wasserdampfadsorption

Leipfinger-Bader hat einen neuen Lehmputz entwickelt, der dank hoher Wasserdampfadsorption Feuchteschäden vorbeugt und ein gutes Raumklima schafft.

Von ABZ

Vatersdorf (ABZ). – Der Bereich Lehmbaustoffe bei Leipfinger-Bader wird kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut. So ist seit Kurzem laut eigener Aussage ein neuer, optimierter Universal- und Grundputz verfügbar. Mit seinen Verarbeitungseigenschaften, der ausgewiesen hohen Wasserdampfadsorption und seiner Schichtstärke soll er sich für den Einsatz in Bauprojekten der verschiedensten Art eignen. Die Schichtstärke von bis zu 30 mm ermögliche dabei das problemlose Ausgleichen von Unebenheiten auch bei anspruchsvollen Sanierungsprojekten.

Mit der hohen Wassersdampfadsorption, die verantwortlich für das Raumklimamanagement zeichnet, verhindert der Lehmputz dem Hersteller zufolge zuverlässig feuchte Räume und Schimmelbildung. Als Naturmaterial für den Innenausbau soll er darüber hinaus zum kreislauffähigen ökologischen Bauen beitragen.

Eine vierköpfige Familie produziert täglich bis zu 12.000 gr Wasserdampf. Dies entspricht einem Eimer voll Wasser. Wird die Feuchtigkeit nicht ausreichend aus den Räumen abgeführt, können durch Kondensation, Bodenfeuchte und eine hohe Luftfeuchtigkeit Bauschäden entstehen. Umso wichtiger soll es laut Leipfinger-Bader sein, möglichen Feuchteschäden mit geeigneten Baustoffen vorzubeugen. Lehm erweist sich als gute Wahl, da er von Natur aus gute feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften aufweist, so das Unternehmen.

In diesem Kontext hat Leipfinger-Bader eigenem Bekunden entsprechend einen optimierten Universal- und Grundputz entwickelt, der in umfangreichen Prüfungen seine ausgesprochen hohe Wasserdampfadsorption zuverlässig bewiesen hat. Die Tests erfolgten dabei nach DIN 18947:2018-12. Demnach liegt die Wasserdampfadsorption nach zwölf Stunden bei 70,4 gr/m² und damit oberhalb von Lehmputzdurchschnittswerten und von "stark sorbierendem Lehmputz". Diese Messwerte wurden bei einer normativen Auftragsdicke von 15 mm erreicht, heißt es von Unternehmensseite. Der neuartige Lehmputz lasse sich damit in die Wasserdampfadsorptionsklasse WS III einstufen. Neben dem Schutz der Bausubstanz sorge er damit auch für ein ausgeglichenes Raumklima, denn Baustoffe mit feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften tragen zum sogenannten Wohlfühlklima bei. Dieses wird bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 bis 55 % empfunden.

Der neue Lehmputz von Leipfinger-Bader wurde von den Entwicklern eigenen Angaben zufolge so konzipiert, dass sich mit ihm Schichtstärken von 5 bis 30 mm erstellen lassen, ohne dass die Gefahr des Putzablösens besteht. Damit lasse sich auch bei Sanierungsprojekten mit unebenem Untergrund ein sehr starker Auftrag realisieren und so eine einheitliche Oberfläche schaffen. Grundsätzlich richtet sich die erforderliche Schichtstärke dabei nach dem jeweiligen Untergrund. So unterscheiden sich Untergründe wie Holzweichfaserplatten beispielsweise von Mauerziegeln. Letztere erweisen sich bei der Verarbeitung als besonders geeignet. Denn: Bei einem Mauerziegeluntergrund ist eine komplette Austrocknung der ersten Schicht nicht unbedingt nötig, sodass die zweite Schicht schneller aufgetragen werden kann. Bei anderen Untergründen müssen die einzelnen, nacheinander aufgebrachten Putzschichten jeweils abgetrocknet sein, bevor eine weitere Schicht aufgetragen wird. Dies verhindere, dass sich mögliche Risse von einer auf die nächste Schicht übertragen. Eine leichte Rissbildung ist dabei aufgrund von Schwindung beim Trocknen völlig normal und üblich.

Der neue Lehmputz wurde laut Hersteller auch hinsichtlich seiner Verarbeitbarkeit optimiert. Dazu wurden umfangreiche Tests in Bezug auf die Materialauswahl und -zusammenstellung durchgeführt. Auch konkrete Anwendungshinweise für den späteren Verarbeiter sind in diesem Kontext wichtig. So sollte die Konsistenz des Putzes beispielsweise grundsätzlich an die Schichtstärke und den Untergrund angepasst werden, heißt es. Unterschiede sollen sich auch beim Arbeiten mit der Hand oder einer Putzmaschine ergeben. Einen seiner ersten Einsätze hat der neue Lehmputz derzeit auf einer Großbaustelle in Furth im Wald, auf der insgesamt 15 t des Baustoffes verarbeitet werden. Dafür überzeugte der Putz insbesondere mit seiner sehr guten Verarbeitbarkeit, heißt es. Mittels dieser können Facharbeiter mit wenig Lehmputz-Erfahrung gute Ergebnisse erzielen, versichert der Hersteller. Zudem sei die Feuchtigkeitsabgabe beim Verarbeiten verschwindend gering.

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