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Gleichauf mit dem Diesel-Pendant

Hyundai CE präsentiert den elektrischen Minibagger HX19e mit Optionen für urbane Einsätze. Der emissionsarme Bagger bietet Diesel-ähnliche Leistung.

Von ABZ
Elektrifizierung im Kompaktsegment
Mit der 40-Kilowattstunden-Batterie können Anwender bis zu 6,7 Stunden zwischen den Ladevorgängen arbeiten, verspricht Hyundai CE. |

Tessenderlo/Belgien (ABZ). – Hyundai Construction Equipment (Hyundai CE) präsentierte auf der diesjährigen bauma unter anderem seinen ersten batteriebetriebenen Minibagger.

Das Modell HX19e wiegt 2296 kg mit Vollkabine und großem Akkupack und soll vor allem für städtische Einsätze, GaLaBau, Tunnelarbeiten sowie als Friedhofsbagger oder beim Sportstättenbau verwendet werden.

Der Hersteller bietet den Minibagger mit zwei Lithium-Ionen-Batteriepaketen an: mit 32 kWh und mit 40 kWh Kapazität. Letztere soll nach Angaben von Hyundai fast doppelt so hoch sein wie bei einigen Wettbewerbsmodellen. Mit der 40-Kilowattstunden-Batterie können Anwender bis zu 6,7 Stunden zwischen den Ladevorgängen arbeiten.

Für das Laden ist der Bagger mit einem Typ-2-Stecker ausgestattet, wodurch die vorhandene Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge genutzt werden kann. Die On-Board-Ladestation arbeitet mit 110 V oder 230 V. Der kleinere Akku ist nach 4,8 Stunden geladen, der 40-Kilowattstunden-Akku nach sechs Stunden.

Zusätzlich verfügt der HX19e über einen REMA-DIN-320-Anschluss für Schnellladung bei 380-Volt- und 440-Volt-Versorgung. Damit verkürzt sich die Ladezeit auf zwei Stunden für die kleinere Batterie und 2,5 Stunden für das größere Modell.

Das Hydrauliksystem soll eine vergleichbare Leistung wie beim dieselbetriebenen Pendant HX19A bieten, der von einem 12,1-Kilowatt-Motor angetrieben wird. Die Maschine verfügt laut Hersteller über die gleiche Ausbrechkraft von 16 kN für den Löffel und eine etwas höhere Ausbrechkraft von 9,4 kN für den Löffelstiel.

Die maximale Grabtiefe beträgt 2340 mm und die maximale Grabreichweite 3940 mm. Der HX19e wird standardmäßig mit einem fünfjährigen Hi-Mate-Abonnement ausgeliefert, das eine Fernüberwachung ermöglicht. Ebenfalls zur Standardausstattung gehört biologisch abbaubares Panolin-VG46-Hydrauliköl.

Da Motoröl und -filter, Kraftstoff- und Luftfilter entfallen, sollen die Betriebskosten im Vergleich zum Diesel-Pendant deutlich geringer sein. Die Maschine wird mit vier wählbaren Optionen angeboten: Mit Kabine oder Kabinenhaube sowie zwei Batteriekapazitäten.

Zur Standardausstattung gehören Sicherheitsventile an den Hydraulikzylindern von Hauptausleger, Löffelstiel und Planierschild. Die Zweiwege-Hilfshydraulikleitungen ermöglichen den Einsatz verschiedener Anbaugeräte, zudem gibt es Hydraulikvorrichtungen für einen optionalen Schnellwechsler. Weiterhin ist der HX19e mit LED-Auslegerbeleuchtung, Rundumleuchte, MP3-Radio mit USB-Anschluss und einem mechanisch gefederten Fahrersitz ausgestattet.

Die Produktion des Elektrobaggers hat nach Aussage des Unternehmens in diesem Frühjahr begonnen. Hyundai zielt dabei auf Vermieter und Bauunternehmen, die eine emissionsfreie Maschine einsetzen möchten. Das Fehlen von Abgasen und das geringere Betriebsgeräusch machen den HX19e nach Herstellerangaben besonders geeignet für städtische Versorgungsarbeiten, Landschaftsbau und kommunale Aufgaben sowie für den Einsatz innerhalb von Gebäuden und Tunneln.

Der europäische Markt für elektrische Baumaschinen entwickelt sich nach Einschätzung des Herstellers derzeit rasant, angetrieben durch gesetzliche Vorgaben und Umweltanforderungen der Kunden.

Hyundai CE vertreibt seine Produkte über ein Netz von mehr als 140 Händlern in mehr als 30 Ländern.

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