Grevenbroich (ABZ). – In Grevenbroich wurden zwei Mehrfamilienhäuser mit einer Fassadenfläche von rund 2000 m² energetisch saniert. Zum Einsatz kam der Einblasdämmstoff Pure Floc KD von Ursa. Die Verarbeitung übernahm Hansen Dämmtechnik aus Hückelhoven.
Die beiden Mehrfamilienhäuser in der Rheydter Straße 168 bis 174 wurden 1977 errichtet und verfügen über insgesamt 45 Mietwohnungen. Bauherr und Investor ist die Bauverein Grevenbroich eG. Die innerstädtische Lage im Stadtteil Grevenbroich-Elsen stellte besondere Anforderungen an die Sanierungsmaßnahme: Enge Platzverhältnisse, der Schutz der Umgebung vor Baulärm und Staub sowie die Aufrechterhaltung des Wohnungsbetriebs erforderten eine präzise Planung.
Von März bis April 2025 wurden die Fassadenflächen mit dem Hochleistungs-Einblasdämmstoff energetisch aufgewertet. Das zweischalige Mauerwerk mit Klinkerverblendung blieb erhalten, wodurch aufwändige Eingriffe in die Gebäudehülle entfielen. Für die großflächige Fassade waren zwei LKW-Ladungen mit über 16 Paletten Einblasdämmung sowie ein rund vierwöchiger Arbeitszeitraum erforderlich.
Der Einblasdämmstoff Pure Floc KD zeichnet sich laut Hersteller durch eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/mK aus. Die Rohdichte der unter Druck verdichteten Einblasdämmung liegt bei 30 bis40 kg/m³, was zur Stabilität und Setzungssicherheit des Materials beiträgt. Der Dämmstoff ist nach DIN EN 13501-1 in die Brandschutzklasse A1 (nicht brennbar) eingestuft.
Darüber hinaus verfügt das Material über Schallschutzeigenschaften mit einem längenbezogenen Strömungswiderstand (AFr) von über 20 kPa·s/m². Der Dämmstoff besteht nach Herstellerangaben zu einem hohen Anteil aus Recyclingglas und ist frei von Formaldehyd und Schadstoffen.
Er erfüllt die Anforderungen des Umweltzeichens "Der Blaue Engel" sowie des Zertifikats "Eurofins – Indoor Air Comfort Gold". Für die Verarbeitung wurden punktuell Kreuzfugen im Mauerwerk angebohrt, durch die das Material eingebracht wurde. Die Einblasflocken passen sich der Geometrie des Zwischenraums an und gewährleisten ein lückenloses Ausfüllen des Hohlraums. Hansen Dämmtechnik setzte leistungsfähige Einblasmaschinen von IsoBlow und Stewart ein.
Für den Zugang zu den unterschiedlichen Gebäudebereichen wurden unterschiedliche Optionen genutzt: Für die unteren Teile der Gebäude wurde teilweise mit Gerüsten gearbeitet, an anderen Stellen kamen Leitern zum Einsatz. Der obere Gebäudeteil wurde mit einem Hubsteiger zugänglich gemacht.
Durch die Kerndämmung konnten sowohl die thermische Gebäudehülle als auch das Innenraumklima verbessert werden. Die diffusionsoffene Struktur der Dämmung unterstützt zudem die Rücktrocknung des Mauerwerks, falls Feuchtigkeit im hinteren Mauerwerk vorhanden sein sollte.
Das Projekt reiht sich ein in zahlreiche Wohnbauvorhaben der Bauverein Grevenbroich eG, die zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen sollen. Durch die energetische Sanierung sollen der Heizenergiebedarf und der CO2-Ausstoß der Gebäude gesenkt werden.