Vatersdorf (ABZ) | Bei der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude gelten für den Bodenaufbau besondere Anforderungen. Begrenzte Aufbauhöhen, historische Deckenkonstruktionen und der Schutz der vorhandenen Bausubstanz erfordern Lösungen, die sich ohne größere Eingriffe umsetzen lassen.
Leipfinger-Bader bietet hierfür nach eigenen Angaben einen keramischen Estrichziegel an, der sich insbesondere für Sanierungsprojekte im historischen Bestand eignet.
In denkmalgeschützten Gebäuden wie Kirchen, Rathäusern, Bibliotheken oder Museen kommen häufig Holzbalkendecken mit begrenzter Tragfähigkeit zum Einsatz. Klassische Nassestriche sind laut Hersteller aufgrund ihrer Feuchtebelastung und langen Trocknungszeiten nicht immer geeignet. Der keramische Estrichziegel wird dagegen trocken und schwimmend im Nut-und-Feder-Prinzip verlegt und kann nach Herstellerangaben bei Bedarf wieder zurückgebaut werden.
Geringe Aufbauhöhe und hohe Belastbarkeit
Der Estrichziegel besteht aus Keramik auf Tonbasis. Nach Herstellerangaben werden dafür ausgewählte Tone aus dem Westerwald verwendet und bei hohen Temperaturen gebrannt. Das Material soll sich durch eine hohe Druckfestigkeit, Belastbarkeit sowie eine gute Wärmeleitfähigkeit auszeichnen. Aufgrund seiner dichten Struktur nimmt die Keramik laut Hersteller nur wenig Feuchtigkeit auf und bleibt auch bei wechselnden klimatischen Bedingungen formstabil.
Mit einer Materialdicke von 18 mm eignet sich das System nach Herstellerangaben für Sanierungen mit begrenzter Aufbauhöhe. Der Trockenestrich ist demnach nach 24 Stunden begehbar und nach 48 Stunden belastbar.
Für verschiedene Bodenbeläge geeignet
Der Estrichziegel ist im Format 300 x 900 mm erhältlich und kann als Lastverteilschicht unter Fliesen, Parkett, Designböden oder Teppich eingesetzt werden. Nach Angaben des Herstellers ist zudem ein Designestrich verfügbar, der Oberflächen in Holz-, Marmor- oder Betonoptik mit der Lastverteilschicht kombiniert.
Durch seine geringe Aufbauhöhe eignet sich der Estrichziegel laut Hersteller auch für den Einsatz mit Fußbodenheizungen oder dem Heizpapier von Leipfinger-Bader mit einer Aufbauhöhe von 0,5 mm. Die Keramik soll dabei eine schnelle Wärmeübertragung unterstützen.
»Andere Länder haben die Vorteile des Estrichziegels im Denkmalschutz schon längst für sich erkannt«, erklärt Thomas Bader, Geschäftsführer von Leipfinger-Bader. »In England beispielsweise sind wir sehr aktiv. Einer unserer dortigen Partner verwendet für alle aufwändigen historischen Sanierungen unseren Estrichziegel. Es gibt kein Bodenmaterial, das die Anforderungen in diesem Bereich besser erfüllen könnte.«
Nach Herstellerangaben wird der keramische Estrichziegel bereits bei Sanierungen historischer Gebäude eingesetzt. Durch die trockene Verlegung, die geringe Aufbauhöhe und die Möglichkeit zur Kombination mit modernen Flächenheizsystemen soll das System den Anforderungen im Denkmalschutz gerecht werden.