Zum Inhalt springen

Wärmeabgabe über Deckenstrahlplatten hat Zukunftspotenzial

Deckenstrahlplatten ermöglichen effiziente Heizlösungen mit bis zu 50 % Energieeinsparung in Bestandshallen, bieten Flexibilität und sind für zukünftige Technologien geeignet.

Von ABZ
Ersparnis in Bestandshallen möglich
Wärme und Licht kombiniert – hier in einer Produktionshalle mit KSP LED Premium. | Foto: RMBH

Herrieden (ABZ). – Hallen für Gewerbe und Industrie stellen in Sachen Beheizung und Wärmeverteilung besondere Anforderungen. Im Zuge des Energie-Umbaus weg von fossil zu erneuerbar stehen viele Unternehmen hinsichtlich ihrer Gebäude vor weitreichenden Entscheidungen.

Eine anpassungsfähige Wärmeabgabe über Deckenstrahlplatten bietet insbesondere im Bestand viele Möglichkeiten, betont die RMBH GmbH aus dem fränkischen Herrieden.

Das große Ziel – Klimaschutz durch weniger Energieverbrauch und Senkung der CO2-Emissionen – führt bei vielen Unternehmen, die Produktions- und Lagerhallen unterhalten, zu starken Veränderungen. Trotz zuletzt sinkender Preise für Gas muss mittelfristig mit höheren Kosten gerechnet werden.

Die bestehende Struktur, zum Beispiel die Wärmeabgabe über Lufterhitzer, wird zunehmend infrage gestellt. Doch welche anderen Arten der Erwärmung bieten eine Alternative? Eine Nachrüstung von Flächenheizung ist in gewerblichen und industriellen Hallen nicht möglich, schließlich lässt sich der Betrieb nicht einfach monatelang für die Zeit der Installation stilllegen. Diese Variante ist demnach also den aktuellen Neubauten vorbehalten.

Auch klassische Heizkörper können größere Räume nicht erwärmen, schon allein durch die Raumtiefe ist dies kaum möglich. Zudem sind Wände oft durch andere Technik oder Ausstattung belegt.

Eine Wahl könnten gasbetriebene Hell- oder Dunkelstrahler sein. Schaut man lediglich auf die Investitionskosten, scheint das zunächst plausibel. Bedenkt man aber zusätzlich noch die sensiblen Verbrauchskosten über einen längeren Zeitraum und den Aufwand für Wartung und so weiter rücken Deckenstrahlplatten in den Fokus.

Optimisten könnten jetzt sagen, dass Wasserstoff als Ersatz für Gas genutzt werden kann. Allerdings sagt das Label H2-ready bei Wärmeerzeugern noch nichts über Verfügbarkeit, Anpassung der Infrastruktur und das Zeitfenster, ab wann mit einer stabilen, sicheren Lieferung zu rechnen ist. Das Risiko, ein nicht definiertes Zeitfenster mit Erd- oder Flüssiggas zu überbrücken, bleibt bestehen.

Selbst Bauträger, die sich auf die Errichtung von Hallengebäuden fokussieren und die Anforderungen an die Gebäudehülle verschärfen, blicken jetzt auf die Wärmeabgabe von oben. Aufgrund der Kostensituation lassen sich Lufterhitzer oder Dunkelstrahler potenziellen Kunden kaum mehr als adäquates System verkaufen. Zu stark wirken sich die Folgekosten auf die Entscheidungen aus.

Dementsprechend stellt auch die RMBH GmbH fest, dass vermehrt Anfragen zur Umrüstung von Bestandshallen kommen. Die bisher häufige Kombination von Gaskesseln und Lufterhitzern ist nicht mehr zeitgemäß, wird gesagt. Diese Bauteile für die Wärmeabgabe arbeiten mit einem hohen Vorlauf von rund 70 °C, damit der Wärmetauscher entsprechend viel Energie aus dem Heizungswasser entnehmen kann. Ventilatoren verteilen diese Wärme in der Halle – das sei kostenintensiv sowohl gas- als auch stromseitig.

Für solche Gegebenheiten empfiehlt sich der Wechsel auf Deckenstrahlplatten. Das hat mehrere Vorteile: Die vorhandene Warmwasser-Infrastruktur (Rohrleitungen etc.) ist in der Regel ausreichend und kann weiter genutzt werden. Allein durch die Investition in die Wärmeverteilung von oben wird bereits bis zu 50 % weniger Energie benötigt – ein enormes Einsparpotenzial, das hier schlummert.

Eine Umsetzung im laufenden Betrieb ist zwar anspruchsvoll hinsichtlich der Planung, aber möglich. Die Strahlungsheizung lässt sich bei Raumhöhen bis zu 40 m einsetzen, das heißt in so gut wie allen Bestandshallen.

Selbst bei einer Anpassung der Wärmeerzeugung, etwa Richtung hybrides System unter Einbindung von Wärmepumpen oder Biomasse, passen die Deckenstrahlplatten immer noch. Die Vorlauftemperatur wird dann auf ca. 40 bis 45 °C gesenkt, um die Wärmepumpen effizient betreiben zu können.

Diese Flexibilität bietet kein anderes System, sagt RMBH. Gerade die Kombination von Wärmepumpe und Gaskessel gilt derzeit als sinnvoll, da ein fossiles Zuheizen nur bei tiefen Außentemperaturen erforderlich sei. Darüber hinaus lässt sich über Pufferspeicher Abwärme von Maschinen oder anderen Anlagenteilen nutzen.

Wird im Zuge der weiteren Entwicklung am Wärmesektor ein Wechsel auf Wärmepumpen ins Auge gefasst, ist eine Anlage mit Deckenstrahlplatten immer noch passend. Die wassergeführten Elemente können mit einer Vorlauftemperatur bis hinunter auf 30 °C betrieben werden, die gemeinhin als sinnvoll hinsichtlich der Effizienz gilt. Allerdings muss dadurch die Heizfläche um einige Strahlplatten ergänzt, also vergrößert werden, um die definierte Raumtemperatur zu halten.

Wichtig dennoch: Jede Halle im Bestand muss auf ihre Gegebenheiten begutachtet werden. Dazu erhebt die RMBH GmbH den Status quo und klärt mit den Verantwortlichen, welche Rahmenbedingungen zu beachten sind, etwa die zu erzielende Raumtemperatur.

Wenn die Wärmeabgabe zuverlässig von oben erfolgen soll, ist zudem die Statik der Dachkonstruktion relevant. Aus den erhobenen Daten wird ein schlüssiges Konzept entwickelt und die passende Deckenstrahlplatte gewählt. Dabei wird wieder die große Flexibilität deutlich, denn es stehen mehrere Varianten zur Verfügung, um gewünschte Vorgaben umzusetzen.

Alle Deckenstrahlplatten geben die Wärme größtenteils als Infrarotstrahlung an den Raum ab. Ihre Strahlen erwärmen die angestrahlten Oberflächen im Raum: Wände, Boden, Einrichtungsgegenstände und die anwesenden Personen. Bis zu 79 % der Heizungsenergie werden so umgesetzt und sehr gleichmäßig verteilt. Da die gefühlte Temperatur nun mal höher ist, kann die Lufttemperatur um bis zu 4 °C niedriger sein.

Sie ist leicht und leistungsstark – mit diesen Pluspunkten gilt die KIT Classic aus Aluminium als Problemlöser. Gerade in Bestandshallen tritt die Dachlast womöglich als limitierender Faktor auf. Ist diese z. B. durch eine Photovoltaikanlage schon weit ausgereizt, hilft die im Vergleich zu klassischen Platten um 30 % leichtere KIT. Dazu passt ihre hohe Energieausbeute: Durch die vier Rohre in DN 18 des Grundmoduls KIT I von 330 mm Breite liegt die Wärmeleistung um 30 bis 40 % höher als bei anderen KSP-Modellen. Selbst wenn der Platz unter der Decke bereits durch andere Installationen eingeschränkt ist, liefert die KIT die entsprechende Lösung.

Das KIT-Classic-Sortiment umfasst die Standardlängen 2, 3, 4 und 6 m. Aus den Grundmodulen von 330 mm Breite entstehen bei Bedarf die drei weiteren Größen mit 720, 1100 und 1500 mm Breite. Die Einzelelemente lassen sich direkt auf der Baustelle zusammenfügen.

Dabei punktet das System zusätzlich mit der flexiblen Aufhängung, da in jeder Länge mehr Achsen zur Verfügung stehen als notwendig. Durch das Baukastenprinzip entsteht ein Versandvolumen, bei dem eine größere Menge in einen Lastzug passt. Dadurch werden also auch Versandkosten gespart.

Ob Grundbeleuchtung oder andere Anforderungen – die Beleuchtung benötigt wegen vergleichbarer Auslegungsparameter den gleichen Anbringungsort an der Decke wie die Deckenstrahlplatten. Durch die Kombination von beidem ergibt sich eine in jeder Hinsicht sinnvolle Lösung. Dabei setzt der Hersteller mit dem Produkt KSP LED Premium auf eine besondere Anbringung der sparsamen LED-Leuchten: Sie werden in einem thermisch entkoppelten Feld in der Mitte der Deckenstrahlplatten platziert.

Auf diese Weise lassen sich Produktionshallen sehr gleichmäßig erwärmen und beleuchten. Features wie Akustiklochung, Sonderfarbe, Edelstahlausführung etc. sind jederzeit möglich. Darüber hinaus lässt sich durch die Kombination Material und Montagezeit sparen, denn die Deckenstrahlplatten tragen die Leuchten mit und dienen außerdem als Ablage für Zuleitungen.

Die Installation in eine neue Wärmeabgabe ist zukunftsträchtig. Daher ist es für eine Firma wichtig, eine hohe Sicherheit bei der Nutzungsdauer zu bekommen. Die RMBH GmbH bietet auch hier einen Mehrwert:

Die Standardgarantie auf die Deckenstrahlplatten beträgt 10 Jahre und ist optional auf 20 Jahre verlängerbar. Die als wartungsfrei und äußerst langlebig geltenden Deckenstrahplatten sind zudem Keymark-zertifiziert.

ABZ

ABZ

Gebaut wird überall, und das zu jeder Zeit! Die Allgemeine Bauzeitung begleitet das gesamte Baugewerbe. Schnell, sachlich und neutral - so sind wir Deutschlands meistgelesene Baufachzeitung geworden.

Alle Artikel

Weitere in Hallenbau

Alle anzeigen
Rennsteig Werkzeuge

Produktionskapazitäten am Standort Viernau erweitert

Von ABZ
/
Modular Hallensysteme

Portfolio um neue Pulthallen erweitert

Von ABZ
/
In Dresden

Keramikfassade für Inklusionssporthalle

Von ABZ
/

Weitere von ABZ

Alle anzeigen