Berlin (ABZ). – Im Frühjahr fand in Berlin der erste "Fachdialog Rückbau und Sanierung" des Abbruchverbandes Nord (AVN) statt. Die Veranstaltung richtete sich an Mitglieder, Geschäftspartner und Gäste des AVN.
Die Rückbau- und Sanierungsbetriebe sind die Vorreiter der Kreislaufwirtschaft im Sektor Bau. Als Spezialisten für die Themen Gefahrstoffsanierung, Abfall sowie Recycling sind sie Motor der Nachhaltigkeit und zugleich Partner bei der Erreichung der Klimaziele sowie Garant der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS).
"Zirkularität" und "Material" waren die Themen von zwei Podiumsdiskussionen: Zirkulär planen, bauen – und zurückbauen, Gefahrstoffe erkennen und aus dem Kreislauf ausschleusen. Welche Materialien und Bauprodukte können ohne größere Einbußen an Qualität, Funktion und Ästhetik zurückgebaut und wiederverwendet werden? Wie können Gefahrstoffe sicher erfasst und entsorgt werden? Zwei Beispiele aus den Impulsvorträgen: Dominik Campanella, Geschäftsführer der Concular GmbH, stellte seine Expertise für zirkuläres Bauen mit Reuseauprodukten (to reuse: englisch für wiederverwerten) vor und Dr. Alexander Berg, Geschäftsführer des Planungsbüros AB – Dr. A. Berg GmbH erläuterte die Problematik asbesthaltiger Abstandshalter in Bestandsgebäuden.
Mit der Erstauflage des neuen Branchentreffens zeigt sich AVN-Geschäftsführer Ralf Pietsch sehr zufrieden: "Mehr als 100 Gäste sind unserer Einladung gefolgt. Das sehe ich als klare Zustimmung für unseren Ansatz des fachlichen Austauschs mit der Möglichkeit, neue Lösungsansätze in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Gefahrstoffsanierung und Recycling ergebnisoffen zu diskutieren. In zahlreichen Einzelgesprächen auf dem anschließenden Netzwerkabend erhielt ich viele positive Rückmeldungen zur inhaltlichen Ausrichtung und organisatorischen Form unseres Fachdialogs.
"Zu den Gästen zählten auch Manfred Witzke und Christof Boxberger, Vorsitzender bzw. Geschäftsführer des Fachverbandes Betonbohren- und -sägen. "Unsere Verbände verbindet seit vielen Jahren eine partnerschaftliche Zusammenarbeit", erklärt Manfred Witzke. "So stehen wir regelmäßig im fachlichen Austausch, um die Rahmenbedingungen im Bereich Rückbau und Sanierung im Interesse der Mitglieder beider Verbände gemeinsam positiv zu gestalten.