Kirchheim/Teck (ABZ). – Knapp8 Millionen Euro hat Bauschuttrecycler Feess an seinem Stammsitz in der Kirchheimer Heinkelstraße in seine neue Fahrzeug-Werkstatt investiert. Die 1250 Quadratmeter große und 12 Meter hohe Halle, die sich in die Bereiche Lkw und Baumaschinen mit 25 Meter langen Wartungsstraßen unterteilt, ersetzt die 30 und 60 Jahre alten Hallen. Diese seien zu klein geworden, durch deren Dezentralität würden Produktivität und Effizienz leiden. Außerdem ist der Neubau für elektrische Antriebe sämtlicher Fahrzeuge vorbereitet. Mit 200 Gästen feierte Feess kürzlich die Eröffnung.
Insgesamt werden rund 250 Fahrzeugeinheiten wie Lkw, Transporter, Hänger, Auflieger oder Pkw künftig regelmäßig repariert, gewaschen und gereinigt, wobei die Baumaschinen wegen ihrer höheren Belastung und ihrer rund 500 Anbaugeräte wie Rüttler, Fräse oder Separator (Sieb) deutlich wartungsintensiver sind. Die alte Halle in grün wird künftig ausschließlich als Schweißerei und Lackiererei genutzt, in der nochmals drei bis fünf Fachkräfte arbeiten. "Hoher Funktionalität und sauberem Erscheinungsbild fühlen wir uns auf Grund unserer Vorbildfunktion verpflichtet – dafür muss man dann halt auch Aufwand betreiben", sagt Seniorchef Walter Feess.
Das Gebäude selbst wird mit Geothermie bis in 140 Meter Tiefe an 16 Punkten und einer mehr als 250 kWp-PV-Anlage im KfW-Effizienzstandard 55 versorgt. Zudem sind Wände und Bodenplatte mit R-Beton der Typklasse 2 gebaut, was das Vorhaben insgesamt landesweit einmalig machen dürfte. Bei Letzterer besteht der Beton zu 30 Prozent aus recyceltem Bauschutt und nicht nur wie beim Typ 1 zu 10 Prozent. Dadurch schont er mehr die natürlichen Ressourcen und macht das zirkuläre Bauen wirtschaftlicher.
"Unsere versiegelte und gedämmte Bodenplatte ist mittels Geothermie und Wärmepumpe beheizt, was für die Kfz-Mechaniker gelenkschonend ist und mehr Komfort bedeutet", sagt Feess, zumal die Technik im Sommer kühlt. Der 68-Jährige hatte vier Jahre an sämtlichen Details des Neubaus geplant und getüftelt. So sind die Wartungsstraßen sowohl längs untertunnelt, um bequem von unten arbeiten zu können, etwa beim Ölwechsel.