Köln (ABZ). | Deutz hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung über den Erwerb der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG), einem Anbieter für militärische Land- und Spezialfahrzeuge, geschlossen.
Wie die Deutz AG mitteilt, wurde eine Vereinbarung über den Erwerb aller der Anteile an der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH (FFG) geschlossen. Das Flensburger Unternehmen zähle zu den führenden europäischen Anbietern für militärische Land- und Spezialfahrzeuge und sei etablierter Partner von Bundeswehr und Streitkräften der NATO sowie der Ukraine.
Der Kaufpreis beträgt nach Angaben von Deutz 1,6 Milliarden Euro und soll teilweise in bar und teilweise in neu auszugebenden Deutz-Aktien bezahlt werden. Die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG sollen so neuer langfristig orientierter Ankeraktionär von Deutz mit einem Anteil von bis zu 29,9 Prozent werden.
Deutz-CEO Dr. Sebastian Schulte sagt: „Technologische Souveränität, Innovationskraft, Umsetzungsgeschwindigkeit: Zusammen mit FFG wird Deutz zu einem führenden nationalen Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen. Gemeinsam nehmen wir unsere Verantwortung für Sicherheit und Zukunftsfähigkeit in
Mit mehr als 1100 Mitarbeitenden produziere, warte und modernisiere FFG militärische Rad- und Kettenfahrzeuge. Dazu zählen Berge- und Schützenpanzer, Mannschafts-transporter oder Spezialfahrzeuge. FFG entwickele zudem eigene Plattformen und sei Fertigungspartner in multinationalen Rüstungsprogrammen der NATO.
Der Zusammenschluss folgt laut Deutz einer klaren industriellen Logik: FFG bringe Kompetenzen ein, die Deutz zu einem Systempartner für europäische Verteidigungsprogramme machen sollen. Deutz ergänze dies um sein Antriebsportfolio – von klassischen Verbrennungsmotoren über Hybridantriebe bis zu Lösungen für die dezentrale Stromversorgung im Feld. Dazu kommen die Industrialisierungs- und Skalierungskompetenz sowie das weltweite Servicenetzwerk des Unternehmens. FFG soll als neuer Kern der Business Unit Defense operativ eigenständig bleiben, während der Konzern die technologische, finanzielle und und strategische Skalierung sicherstelle.