München (dpa). – Das 2022 als Teil der bayerischen Klimastrategie gestartete Holzbauförderprogramm läuft Ende 2026 aus.
Das 2022 als Teil der bayerischen Klimastrategie gestartete Holzbauförderprogramm läuft Ende 2026 aus. Eine Verlängerung ist laut Medienberichten nicht vorgesehen, neue Anträge könnten bereits jetzt nicht mehr gestellt werden. Anders als der Start vor vier Jahren sei das Ende der Förderung bisher nicht großartig öffentlich kommuniziert worden.
„Vor dem Hintergrund des weiterhin hohen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum konzentriert die Staatsregierung die verfügbaren Mittel verstärkt auf Programme mit breiter und sozialer Wirkung.
Förderinstrumente werden regelmäßig überprüft und dort eingesetzt, wo sie den größten Beitrag zur Schaffung von Wohnraum leisten“, teilte ein Sprecher des zuständigen Bauministeriums auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Das Auslaufen des Programms bedeute weder eine Abkehr vom Klimaschutz noch eine Reduzierung der Gesamtförderung. „Die Mittel für die Wohnraumförderung bleiben auf Rekordniveau - im Doppelhaushalt 2026/2027 sind 3,6 Milliarden Euro vorgesehen.“
Die Grünen im Landtag kritisierten die Entscheidung der Staatsregierung: „Wer die Holzbauförderung streicht, blockiert aktiven Klimaschutz im Gebäudebereich“, sagte Ursula Sowa, Landtagsabgeordnete und Fraktionssprecherin für Bau bei den Grünen. “Holz bindet CO2, senkt graue Emissionen und stärkt regionale Wertschöpfungsketten. Statt diesen zukunftsfähigen Baustoff weiter zu fördern, setzt die Staatsregierung auf Beton und Bürokratie.“
Mit dem Förder-Aus werde zudem die notwendige Bauwende ausgebremst. Bayerns vielbeschworener „Bauturbo“ laufe damit künftig auf Beton. Inzwischen habe die Staatsregierung ihr Ziel der Klimaneutralität bereits auf 2045 verschoben.