Wiehl (ABZ). – Die Transportindustrie stöhnt unter Inflation und Energiekosten. Ein Lichtblick ist das neue "Förderprogramm für Umweltschutz und Sicherheit" des Bundesamts für Logistik und Mobilität, das ab 5. Februar 2024 startet. Wie die Bergische Achsen Kommanditgesellschaft (BPW) mitteilt, sollten Transportunternehmer schnell handeln, denn erfahrungsgemäß seien die Fördertöpfe rasch ausgeschöpft.
Das Programm bezuschusst unter anderem zahlreiche Trailer-Lösungen von BPW, mit dem der Trailer dauerhaft wirtschaftlicher fährt, so das Unternehmen weiter. Mit dem neuen Namen räumt das Bundesamt mit einem Missverständnis auf: In der juristischen Fachsprache bedeutet "De-minimis" soviel wie "Bagatelle, Kleinigkeit" und bezieht sich auf die von der EU erlaubten Höchstbeträge für die Förderung von Transportunternehmen.
Wie BPW allerdings mitteilt, sei die Wirkung der geförderten Technologien jedoch alles andere als geringfügig: Die geförderten Maßnahmen können laut Bergische Achsen Kommanditgesellschaft den Kraftstoffverbrauch, die CO2- und Lärmemissionen ebenso drastisch senken wie das Unfall- und Diebstahlrisiko, erklärt BPW. Vorausgesetzt, man stelle seinen Antrag rechtzeitig – und wähle förderfähige Lösungen aus, die maximalen Nutzen versprechen, rät das Unternehmen.
Die BPW Gruppe bietet eigenen Angaben zufolge ein breites Spektrum an förderfähigen Lösungen für Trailer. Mit rund 1500 Mitarbeitern, darunter rund 100 Auszubildende, entwickelt und produziert das Familienunternehmen seit 1898 an seinem Stammsitz in Wiehl komplette Fahrwerksysteme für Lkw-Anhänger und -Auflieger.
Manövrierfähigkeit des Trailers erhöht
Die förderfähigen Trailer machen den Transport wirtschaftlicher, sicherer und umweltfreundlicher, verspricht BPW. Einige erfüllen die Fördervoraussetzungen mehrfach. Dazu gehört die Nachlauflenkachse LL von BPW, mit der die Manövrierfähigkeit des Trailers erhöht und dessen Reifenabrieb gesenkt wird.
Durch die Verringerung des Rollwiderstands am Trailer wird gleichzeitig der Kraftstoffverbrauch der Zugmaschine gesenkt. So gilt die Fahrsicherheit erhöhende BPW Nachlauflenkachse LL gemäß der Förderrichtlinie als "Sicherheitseinrichtung" und als "Maßnahme zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs". Denn bei einer jährlichen Kilometerlaufleistung von 120.000 Kilometer lassen sich mit der Nachlauflenkachse je nach Einsatzgebiet bis zu 1800 Liter Diesel und 4800 Kilogramm CO2 einsparen, ist sich das Unternehmen sicher. Doppelt förderwürdig seit laut BPW auch das automatische BPW Reifendruckregelsystem (RDKS/RDRS) AirSave: Es schützt vor unfallträchtigen Reifenplatzern und spart bei einer Laufleistung von 120.000 Kilometern im Jahr bis zu 250 Liter Diesel und damit 655 Kilogramm CO2. Zudem erhöht AirSave die Lebensdauer der Reifen um bis zu 10 Prozent.
Beim Bremsen und Fahren Strom erzeugen
Interessant könnt auch die Generatorachse ePower für Kühlfahrzeuge sein. Sie erzeugt beim Bremsen und Fahren Strom, der elektrische Kühlaggregate antreibt. Abhängig von Einsatz und Laufleistung sind damit bis zu 4000 Liter Dieselersparnis und 10 Tonnen weniger CO2-Ausstoß pro Trailer und Jahr möglich, ist sich BPW sicher.
Auch die neue BPW Trailer-Fahrwerksgeneration iC Plus ist förderfähig, denn sie erfüllt die Fördervoraussetzung mit ihrer intelligenten Achslastmessung: Sie zeigt dem Fahrer und Disponent per Telematikanbindung in Echtzeit, ob das Fahrzeug ausgewogen beladen ist – und wieviel Ladung noch aufgenommen werden kann. So lassen sich Trailer optimal auslasten.
Das Bundesamt für Logistik und Mobilität bezuschusst darüber hinaus auch Maßnahmen zur Vermeidung von Diebstählen bei Trailern und Nutzfahrzeugen. Für diese Fälle bieten die Telematik-Experten der BPW Gruppe vielfältige Lösungen an, teilt das Unternehmen mit: Über das Telematikportal Cargofleet3 von idem telematics lässt sich der Trailer orten, sein Aktionsradius per Geofencing kontrollieren und der Öffnungsstatus der Türen überwachen.