Berlin (ABZ). – Der Klimawandel und der hohe Ressourcenverbrauch stellen weltweit eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar.
Da der Bausektor mit Blick auf die Klima- und Nachhaltigkeitsziele hier eine besondere Verantwortung hat, gründen Bund und Länder ein Bundesforschungszentrum klimaneutrales und ressourcenschonendes Bauen (BFZ), das über mehrere Standorte in ganz Deutschland verfügt, teilt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) mit.
Zur Etablierung dieses Forschungszentrums haben vor Kurzem Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen, gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der drei Gründungsländer Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg eine Eckpunktevereinbarung unterzeichnet. Ziel des BFZ ist es laut BMWSB, unter anderem die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs im Bauwesen, die Entwicklung CO2-armer Baustoffe und Bauverfahren und die Etablierung zirkulärer, ressourceneffizienter Bauweisen in den Blick zu nehmen.
Das BFZ soll auf diesem Gebiet als zentrales Instrument zur Unterstützung und Bündelung der Bauforschungsaktivitäten in Deutschland etabliert werden. Ein Schwerpunkt dabei sei die Vernetzung von Forschung und Praxis mit dem Ziel der Verbesserung des Innovationstransfers in die Bauwirtschaft. Dafür sollen jetzt die Voraussetzungen geschaffen worden: In 2026 soll das BFZ als Verein gegründet werden. Gründungsmitglieder sind der Bund, die Gründungsländer und die wissenschaftlichen Einrichtungen in diesen Ländern. In einer solchen Verbundstruktur soll das BFZ neue Forschungsfragen in neuen Formaten übernehmen.
Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: "Die Klimaanpassung unserer Gebäude und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen gehören zu den größten Aufgaben der Baubranche. Mit dem neuen Bundesforschungszentrum setzen Bund und Länder gemeinsam ein Zeichen - wir wollen nicht nur reagieren, sondern die Zukunft des Bauens aktiv gestalten."
Die dezentrale Struktur, die starke länderübergreifende Vernetzung und der interdisziplinäre, praxisnahe Ansatz öffneten dafür genau die richtigen Räume. Das Zentrum solle nicht nur Forschungslücken schließen, sondern auch Motor sein für den Transfer von frischen Ideen, mutigen Ansätzen und schnellen Innovationen in die Baupraxis.
"Dafür stärken wir die Forschungseinrichtungen in den Ländern und geben ihnen Rückenwind. Ich freue mich ganz besonders, dass wir mit Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg drei Gründungsländer haben, die auf eine reiche, international anerkannte Forschungstradition blicken", sagte Bundesministerin Hubertz.