Berlin (ABZ). – Anlässlich des Spitzentreffens des Bündnisses Bezahlbarer Wohnraum bei Bundesbauministerin Geywitz und des Weltbodentags in diesen Tagen forderten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Bundesbündnis Bodenschutz (BbB) im Vorfeld "ein Ende der stetig fortschreitenden Versiegelung und Zerstörung kostbarer Böden". Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum müsse mit konkreten und für Bund, Länder und Kommunen verbindlichen Flächensparzielen verknüpft werden.
Der anhaltende Flächenfraß führt demnach zur unwiderruflichen Zerstörung der Lebensgrundlage Boden, Überschwemmungen und extremer Hitze in Städten. Die von Bund und Ländern vorangetriebene Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsprozessen sowie die Möglichkeit, von bestehenden Vorschriften abzuweichen, dem sogenannten "Bau-Turbo", beschleunigten in erster Linie den "dramatischen Verlust wertvoller Landschaften" und damit Räumen für Erholung, Biodiversität und Lebensmittelproduktion.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: "Ministerin Geywitz kann nicht auf der einen Seite eine nachhaltige Stadtentwicklung proklamieren und gleichzeitig dem Flächenfraß Tür und Tor öffnen. Unser Hitzecheck im Sommer hat dieses Jahres klar gemacht, dass unsere zubetonierten Städte auf die alljährlichen Hitzewellen nicht vorbereitet sind. Wir benötigen dringend bundesweit geltende Regelungen gegen Bodenversiegelung und verbindliche Vorgaben sowie ausreichend Ressourcen für die Entsiegelung und Begrünung unserer Städte." Dafür fordern die Verbände ein Ende der Neuversiegelung bis 2035, die priorisierte Nutzung der Bestandspotentiale durch Modernisierung, Umbau und Umnutzung und ein Sofortprogramm für grüne Schulhöfe. Fürjeden bebauten hekter Fläche müsse eine andere entsiegelt werden, sagte Metz