Boppard (ABZ). – Komatsu hat nach eigenen Angaben einen bedeutenden technologischen Fortschritt im Bereich des autonomen Bergbaus erreicht: Erstmals in der Bergbauindustrie wurde ein autonom fahrender Muldenkipper mit Elektroantrieb erfolgreich an eine dynamische Oberleitung angeschlossen.
Das sogenannte Trolley-Assist-System von Komatsu soll laut Aussage der Verantwortlichen Bergbaubetrieben helfen, Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und die Lebensdauer der Motoren zu verlängern.
Durch den Anschluss der Muldenkipper an eine Oberleitung während der Bergfahrt wird elektrische Energie genau dort bereitgestellt, wo der höchste Energiebedarf besteht.
Der Hersteller gibt an, dass die Fahrzeuge dadurch im Vergleich zu Standard-Dieselmodellen schneller bergauf fahren können. Die Kombination mit dem "FrontRunner Autonomous Haulage"-System von Komatsu ermöglicht Unternehmensangaben zufolge weitere Kraftstoffeinsparungen und Produktivitätssteigerungen.
"Die Fähigkeit, Energie nahtlos auf einen fahrenden Muldenkipper zu übertragen, der ohne Fahrer arbeitet, ist ein entscheidender Erfolg in unserer Roadmap zur Dekarbonisierung des Bergbaus", erläutert Martin Cavassa, Director Global Business Development Autonomous Systems bei Komatsu.
Das FrontRunner-System wurde im Jahr 2008 eingeführt und gilt als erste kommerzielle Anwendung des autonomen Gütertransports in der Bergbauindustrie. Nach Herstellerangaben sind mittlerweile mehr als 875 autonome Transportfahrzeuge weltweit im Einsatz, die insgesamt mehr als 10 Milliarden Tonnen Material transportiert haben. Zu den eingesetzten Fahrzeugen gehört unter anderem der Muldenkipper 980E mit einer Nutzlast von 363 Tonnen.