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Mit Brennstoffzelle betrieben

Iveco übergab zwei wasserstoffbetriebene Sattelzugmaschinen an BMW, um die Praxistauglichkeit von Wasserstoff-Lkw im Fernverkehr zu erproben.

Von ABZ
Fuel-Cell-Sattelzugmaschine
Die Sattelzugmaschinen vom Typ S-eWay Fuel Cell verfügen laut Hersteller über eine Reichweite von bis zu 800 km und können in weniger als 20 Minuten betankt werden. | Foto: Iveco

Leipzig (ABZ). – Im Rahmen eines europäischen H2Haul-Projekts hat Iveco kürzlich zwei wasserstoffbetriebene Sattelzugmaschinen der Bezeichnung S-eWay Fuel Cell an BMW übergeben. Die Fahrzeuge sollen im Praxiseinsatz die Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit von Wasserstoff-Lkw im Fernverkehr demonstrieren..

Das von der Clean Hydrogen Partnership kofinanzierte Projekt zielt den Verantwortlichen zufolge darauf ab, wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge als praktikable und lokal emissionsfreie Transportlösung zu etablieren. Die Übergabe der Fahrzeuge erfolgte bei einer Veranstaltung im BMW-Werk Leipzig, bei der auch eine neue Wasserstofftankstelle von Teal Mobility eingeweiht wurde.

Die Sattelzugmaschinen vom Typ S-eWay Fuel Cell verfügen laut Hersteller über eine Reichweite von bis zu 800 km und können in weniger als 20 Minuten betankt werden. Die Fahrzeuge nehmen bis zu 70 kg komprimierten Wasserstoff bei 700 bar Druck auf. Bei BMW werden die Sattelzugmaschinen für den Transport von Teilen zwischen Nürnberg und Leipzig eingesetzt.

"Die Auslieferung unserer ersten beiden S-eWay-Fuel-Cell-Sattelzugmaschinen an BMW ist ein wichtiger Schritt, um die Praxistauglichkeit und Skalierbarkeit des wasserstoffbetriebenen Fernverkehrs unter Beweis zu stellen", erklärte Giandomenico Fioretti, Head of Alternative Propulsion Business Development bei Iveco. Die beiden ausgelieferten Fahrzeuge gehören zu einer Flotte von insgesamt zwölf wasserstoffbetriebenen Lkw, die Iveco im Rahmen des H2Haul-Projekts an verschiedenen Standorten in Deutschland, Frankreich und der Schweiz einsetzt.

Die Beteiligung von Iveco an diesem Projekt ist Teil des Multi-Antriebs-Ansatzes des Unternehmens zur Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Neben den Brennstoffzellen-Fahrzeugen entwickelt der Nutzfahrzeugspezialist auch andere Wasserstofftechnologien. Auf der IAA Nutzfahrzeuge im Jahr 2024 stellte das Unternehmen einen S-Way-Prototyp mit einem XCURSOR-13-Wasserstoff-Verbrennungsmotor von FPT Industrial sowie ein Konzept eines schweren Seriellen-Hybrid-Lkw mit einem System zur Reichweitenverlängerung durch einen Cursor-9-H2-Motor vor.

An der Veranstaltung in Leipzig nahmen Vertreter von Konsortialpartnern, Projektpartnern, Förderinstitutionen und Regierungsvertreter teil, darunter auch Delegierte des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr. BMW präsentierte sein ganzheitliches Wasserstoffkonzept und zeigte, wie Wasserstoff in die gesamte Wertschöpfungskette der Firma integriert wird.

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