Deggendorf (ABZ). – Die Firma Max Streicher hat nach eigenen Angaben mit der HDD20-E die weltweit erste vollelektrische Horizontalbohranlage ihrer Klasse entwickelt. Diese ist für den kommunalen Bereich konzipiert und kann wahlweise über das öffentliche Stromnetz oder einen Misch-Lkw mit Energieerzeugung betrieben werden.
Das Ziel der Entwicklungsarbeit war laut dem Hersteller, eine vollelektrische Anlage in der Leistungsklasse unter 30-Tonnen-Zugkraft auf den Markt zu bringen. Der direkte Antrieb von Vorschub, Rotation, Spülpumpe und Raupenfahrwerk erfolgt über die Elektro-Getriebe-Kombination.
Die HDD20-E ist nach eigenen Angaben als klassische Jet-Bohranlage konzipiert und daher besonders für verdrängungsfähige und durch Bohrspülung lösbare Böden geeignet, etwa Sand-, Schluff-, Lehm- und Tonböden mit geringem Felsanteil. Durch die Boost-Funktion kann die Leistung bei Bedarf von 20 t auf 25 t erhöht werden.
Die Anlage soll sich für den kommunalen Bereich wegen ihrer Umweltverträglichkeit und Kompaktheit eignen. Der Gesamtzug besteht aus dem HDD20-E-Bohrgerät, einem Misch-Lkw mit Energieerzeugung und einem Tiefladeanhänger. Flexible Einsätze des Geräts auf Baustellen von kurzer Dauer sind ohne große Vorbereitung möglich, sagt der Hersteller.
Mit dem Gestängemagazin mit Nachladefunktion und dem Schiebersystem können zusätzliche Bohrstangen unkompliziert in das System eingeschleust werden. Die Steuerung der HDD20-E sowie des Misch-Lkws funktioniert über ein Touch-Display.
Gegenüber konventionellen Systemen bietet die Elektrifizierung nach Angaben von Streicher zahlreiche Vorteile, beispielsweise die Reduktion von CO2- und Lärmemissionen sowie ein besseres Energiemanagement. Zudem minimiere das integrierte Konzept den Verschleiß und verringere die Wartungsintervalle.