Ellös/Schweden (ABZ). – Der schwedische Ersatzteilspezialist Olsson Parts hat seine Strategie zur Sicherung der Ersatzteilversorgung für Landwirte und Bauunternehmen ausgebaut. Das Unternehmen setzt dabei auf ein großes Lager in Schweden, eigene Produktion und verstärkte Zusammenarbeit mit europäischen Lieferanten.
In Zeiten instabiler Lieferketten, extremer Wetterverhältnisse und bewaffneter Konflikte sind auch Landwirte und Bauunternehmen auf der ganzen Welt betroffen. Da sich die Warenströme verlangsamen, die Preise steigen und wichtige Ersatzteile knapp zu werden drohen, sind stabile Lösungen gefragt.
In den letzten Jahren hat Olsson Parts sein Lager vergrößert, mit der Anpassung und einer gewissen Eigenproduktion in Ellös begonnen und arbeitet hauptsächlich mit europäischen und schwedischen Lieferanten zusammen.
„Ein konkretes Beispiel ist unsere Volvo BM-Kupplung, die komplett in Schweden gefertigt wird und auf der Wiederverwendung älterer Teile basiert“, erläutert Håkan Ekstrand, Geschäftsführer von Olsson Parts.
Um seine Unabhängigkeit zu stärken, hat das Unternehmen damit begonnen, Komponenten zu produzieren, die nicht mehr auf dem Markt erhältlich sind, und zwar mit einer Technologie, die bei Bedarf eine spätere Erweiterung ermöglicht. Das macht Olsson Parts nach eigenen Angaben zu einem stabilen Akteur in der europäischen Kette für die Lieferung von Ersatzteilen für die Landwirtschaft, das Baugewerbe und wichtige gesellschaftliche Funktionen.
„Wir bauen nicht nur ein Lagerhaus – wir bauen Sicherheit“, sagt Håkan Ekstrand. „Wenn wir Teile in Schweden herstellen und lagern, dann tun wir das, damit sich unsere Kunden auf uns verlassen können, unabhängig davon, was in der Außenwelt passiert.“
Olsson Parts ist spezialisiert auf Ersatzteile und Ausrüstung für Traktoren und Baumaschinen. Die Geschäftstätigkeit basiert laut Unternehmensangaben auf schwedischen Werten wie Zuverlässigkeit, Langfristigkeit und Nähe zum Kunden und den Maschinen. Die Produkte werden in Maschinen eingesetzt, die oft das Rückgrat der Lebensmittelversorgung, der Infrastruktur und der Notfallvorsorge bilden.
Schon vor den Pandemiejahren hat Olsson Parts einen großen Bestand mit guten Sicherheitsmargen aufgebaut. Die Erfahrungen mit der Corona-Krise, dem Krieg in der Ukraine und der Suez-Blockade haben gezeigt, dass diese Strategie funktioniert.
„Wir haben uns während der Pandemie gut geschlagen, weil unser Lager bereits auf Störungen vorbereitet war. Wir mussten nicht am anderen Ende der Welt nach Ersatzteilen suchen – wir sind in Ellös geblieben und haben Pakete für Landwirte und Maschinenunternehmer in Schweden und ganz Europa gepackt“, berichtet Håkan Ekstrand.
Der Großteil des Sortiments des Unternehmens wird von europäischen Lieferanten bezogen – und viele Teile werden auch in Schweden produziert. Ellös fertigt eigene Komponenten für ältere Traktormodelle, wie den Volvo BM, die sonst nicht mehr erhältlich sind.
„Wir arbeiten nur mit Unternehmen zusammen, die unsere Werte teilen – Respekt vor Menschen, Arbeit und Umwelt“, betont Håkan Ekstrand. „Diese Art der Zusammenarbeit schafft Vertrauen – etwas, das noch wertvoller wird, wenn die Welt ins Wanken gerät. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell sich die Dinge ändern können. Aus diesem Grund sind starke europäische Beziehungen wichtiger denn je.“