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Mehr Nachhaltigkeit im Kanalbau durch neue Produkte

Funke erweitert seine Kanalrohrsysteme um nachhaltige Varianten mit Rezyklat und bio-attributed PVC-U, reduziert CO2-Fußabdruck um bis zu 50 %.

Von ABZ
Funke Kanalrohrsysteme mit Rezyklat
Die bautechnischen Eigenschaften von PVC-U sorgen für eine einfache Handhabung der Kanalrohre auf der Baustelle und für rationelle Bauabläufe. | Foto: Funke Kunststoffe

Hamm (ABZ). – Die Funke Kunststoffe GmbH hat ihre Produktpalette um klimafreundlichere Kanalrohrsysteme erweitert. Neben dem etablierten HS-Kanalrohrsystem bietet das Unternehmen mit Funke Pipe2Pipe und Funke Plant2Pipe zwei neue Produktreihen mit nachhaltigen Rohstoffen an..

Seit drei Jahrzehnten prägt das HS-Kanalrohrsystem von Funke den modernen Kanalbau. Das System überzeugt durch einfache Handhabung, Vielseitigkeit, hervorragende Materialeigenschaften und kontinuierliche Weiterentwicklung. Die wandverstärkten Vollwandrohre aus PVC-U werden nach DIN EN 1401-1 mit erhöhter Wanddicke und Ringsteifigkeiten von SN 12 und SN 16 gefertigt. Das System bietet nach eigenen Angaben spezifische Lösungen für alle Nennweiten von DN/OD 110 bis 800, farbliche Unterscheidung von Schmutz- und Regenwasserleitungen und montagefreundliche Verbindungstechniken mit CI- und FE-Dichtungen.

Im Rahmen der Klimastrategie wurden gezielt Maßnahmen zur CO2-Einsparung ergriffen und nachhaltige Produktlösungen entwickelt. So bietet Funke umweltbewussten Kunden neben dem etablierten HS-Kanalrohrsystem zwei klimafreundlichere Produktreihen an. Funke Pipe2Pipe setzt auf den konsequenten Einsatz von 50 % PVC-U-Rezyklat und 50 % mit Ökostrom produziertem PVC-U, bezogen auf den gesamten Rohrquerschnitt.

Mit dem Funke Pipe2Pipe ≥ 12 kN/m² DN/OD 160 – 800 sowie dem Funke Pipe2Pipe ≥ 16 kN/m² DN/OD 160 – 630 stehen komplette Systeme vom Hausanschluss bis zum Sammler zur Verfügung. Die bautechnischen Eigenschaften entsprechen denen des HS-Kanalrohrsystems. Der Einsatz von PVC-U-Rezyklat und die Verwendung von Ökostrom reduziert laut Hersteller den Fußabdruck des Rohres um etwa 50 % im Vergleich zum konventionellen HS-Rohr in der Betrachtung Cradle to Gate (A1–A3; DIN EN 15804; Bezugsjahr 2023).

Die Kanalrohrsysteme Funke Plant2Pipe ≥ 12 kN/m² DN/OD 160 – 800 und Funke Plant2Pipe ≥ 16 kN/m² DN/OD 160 – 630 setzen auf den Einsatz von 100 % bio-attributed PVC-U, welches im Massenbilanzansatz bei gleichbleibender Qualität Ethylen aus regenerativen Quellen nutzt. Im Markt ist hierfür die Bezeichnung Drop-in-Kunststoffe gebräuchlich. Ihre chemische Struktur ist identisch mit der von herkömmlichen, petrochemisch hergestellten Kunststoffen.

Es gibt keine technischen Einbußen in der Qualität oder Performance der Produkte. Der Einsatz von bio-attributed PVC-U ist laut Funke ein schneller und effektiver Weg, um Lieferketten auf nachhaltigeres Wirtschaften umzustellen.

Neben der Nutzung von Recycling PVC-U ist der Einsatz von bio-attributed PVC-U die Alternative bei geringer Umweltwirkung und gleichzeitigem Einsatz von Neuware. In der vorgelagerten Wertschöpfungskette zur Herstellung des PVC-U wird Erdöl durch Kohlenstoff aus Bio-Masse ersetzt.

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