Berlin (ABZ). – Der Fachverband vorgehängte hinterlüftete Fassade (FVHF) hat auf seiner Jahreshauptversammlung erstmals das neu eingeführte Qualitätssiegel für VHF vergeben. Acht Unternehmen erhielten das neutrale Prüfzeichen in Gold für die Jahre 2025 und 2026.
Das Qualitätssiegel dient laut FVHF als neutrales Prüfzeichen, das Dienstleistungen für die Montage von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden qualifiziert. Die Bewerbungsphase lief bis Ende 2024. Die Bewertung erfolgt nach einem transparenten Punktesystem mit regelmäßiger Überprüfung. Alle Bewerber durchlaufen denselben Bewertungsprozess, unabhängig von einer FVHF-Mitgliedschaft.
"Ziel war es, unsere internen Standards mit einem anerkannten Siegel zu unterstreichen, uns mit den Besten der Branche zu messen und zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung unserer Prozesse zu erhalten", erklärt Frank Mitterlindner von Schneider Fassaden. "Denn bei der VHF ist Vertrauen in die Ausführung entscheidend – und das Siegel schafft Transparenz."
Auch für Philipp Brüggemann vom Unternehmen Henke steht das Vertrauen in die Ausführungsqualität im Vordergrund: "Das Siegel schafft Vertrauen und stärkt unser Profil als verlässlicher Partner. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir hohe Standards einhalten – nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis."
Die zertifizierten Unternehmen betonen die Bedeutung von Ausbildung und Weiterbildung für die Qualitätssicherung. Bei Schomberg setzt man zudem auf intensive planerische Begleitung bei komplexen Details. Matthias Schomberg sieht einen klaren Trend in der Verbindung von Funktion und Nachhaltigkeit: "Ein klarer Trend ist die Verbindung von Funktion und Nachhaltigkeit, etwa durch die Integration von Photovoltaikanlagen oder Begrünungen in VHF."
Stefan Karnatz von S+T Fassaden weist auf den verstärkten Einsatz digitaler Werkzeuge zur Qualitätssicherung hin. Building Information Modeling (BIM) sei geeignet, "bereits in der Planungsphase die Qualität zu sichern und Fehler zu vermeiden".
FVHF-Geschäftsführer Wolfgang Häußler zeigte sich zufrieden mit dem Start des Qualitätssiegels: "Gleich acht Unternehmen haben in der ersten Runde die strengen Anforderungen erfüllt. Das zeigt, welch hohes Qualitätsniveau in der VHF-Branche vorhanden ist." Der FVHF wolle damit ein Zeichen für Qualität und technische Kompetenz setzen und Auftraggebern, Planern und Architekturbüros die Suche nach qualifizierten Partnern erleichtern.
Das FVHF Q-Siegel in Gold 2025/2026 erhielten: Aluform Alucobondverarbeitungs-GmbH, AS Fassaden GmbH, DAUME Dach + Fassade GmbH & Co. KG, Henke AG, Schneider Fassaden GmbH & Co. KG, Schomberg + Co. GmbH, S + T Fassaden GmbH und WF Bau GmbH.