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Yanmar CE schließt Crailsheimer Werk

Yanmar CE schließt bis Ende 2025 das Crailsheimer Werk wegen Unrentabilität, verlagert die Produktion nach Saint-Dizier, Stellenabbau für 290 Mitarbeitende geplant.

Von ABZ

Crailsheim (ABZ). – Yanmar Compact Equipment (Yanmar CE) hat in diesen Tagen angekündigt, sein Werk in Crailsheim zu schließen und die Produktion größtenteils an den bestehenden Produktionsstandort im französischen Saint-Dizier zu verlagern.

Der Standort in Rothenburg ob der Tauber soll weiterhin eine maßgebliche Rolle in den Bereichen Vertrieb und Aftermarket-Services sowie bei der Lieferung von Ersatzteilen für den EMEA-Markt spielen. Yanmar CE ist eine Tochtergeselsschaft des japanischen Baumaschinen-Herstellers Yanmar.

Nach eigenen Angaben beabsichtigt das Unternehmen, durch die Bündelung seiner Produktion die Produktivität zu steigern und Ressourcen effizienter zu nutzen. Der Standort Saint-Dizier werde die Produktionsverantwortung für EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) vollständig übernehmen.

„Unserer Branche befindet sich an einem Wendepunkt, an dem wir mit noch nie dagewesenen Herausforderungen, einem verschärften Wettbewerb und sich schnell verändernden Marktbedingungen konfrontiert sind. Um in gesättigten Märkten wie Europa weiter zu wachsen, brauchen wir eine starke und wettbewerbsfähige Produktion in der Region“, erklärt Jon Lopez, Präsident von Yanmar CE EMEA.

Der Produktionsstandort Crailsheim soll bis Ende 2025 geschlossen werden. Zwar ist geplant, die Produktion vollständig einzustellen, allerdings sollen 50 Mitarbeitende in Zentralfunktionen außerhalb der Produktion an den Standort Rothenburg ob der Tauber versetzt werden. Alle anderen rund 290 Mitarbeitenden in Crailsheim werden nach Einschätzung des Unternehmens von Stellenstreichungen betroffen sein.

Yanmar CE verpflichtet sich in diesem Zusammenhang dazu, in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Betriebsrat verantwortungsvolle Lösungen für alle Betroffenen zu erarbeiten, informiert das Unternehmen. Es soll sichergestellt werden, dass der Prozess mit größtmöglicher Umsicht und Respekt durchgeführt wird.

Der Standort Crailsheim ist laut dem Maschinenbauer seit Jahren unrentabel. Trotz mehrerer gezielter Maßnahmen habe keine Verbesserung der Situation erreicht werden können. Nach einer gründlichen Marktanalyse sei Yanmar CE zu dem Schluss gekommen, dass es keine wirtschaftliche und zukunftsfähige Möglichkeit gebe, die Produktion in Crailsheim fortzuführen.

„Wir sind uns der Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden bewusst. Die Geschäftsführung hat alle Anstrengungen unternommen, um eine solche Maßnahme zu verhindern“, sagte Simon Dornscheidt, Geschäftsführer von Yanmar Compact Germany. „Mit diesen Schritten will sich Yanmar CE als ein führendes Unternehmen für kompakte Baumaschinen positionieren“. Die geplante Neuausrichtung soll bis zum Jahresende umgesetzt werden.

Das Unternehmen erwartet einen reibungslosen Übergang. Kunden und Händler werden weiterhin von der gewohnten Qualität der Produkte und Dienstleistungen von Yanmar CE profitieren, heißt es.

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