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E PowerPack bewegt Gasturbine in Berlin

Berlin (ABZ) | An der Ro-Ro-Rampe der Behala ist Ende Juli erstmals auf dem europäischen Festland eine rund 430 t schwere Gasturbine von Siemens Energy mit dem vollelektrischen E PowerPack der Goldhofer AG bewegt worden.

Von ABZ
Goldhofer mit Europapremiere
Schwerlastpremiere: Goldhofer E-PowerPack bewegt zum ersten Mal auf europäischem Boden. | Foto: Goldhofer

Berlin (ABZ) | An der Ro-Ro-Rampe der Behala ist Ende Juli erstmals auf dem europäischen Festland eine rund 430 t schwere Gasturbine von Siemens Energy mit dem vollelektrischen E PowerPack der Goldhofer AG bewegt worden. Nach Herstellerangaben handelt es sich dabei um den ersten Praxiseinsatz der elektrischen Antriebseinheit dieser Art in Europa.

Seit 2012 organisiert die Behala den Weitertransport der in Berlin gefertigten Gasturbinen von Siemens Energy. Nach Angaben des Unternehmens wurden in diesem Zeitraum mehr als 300 Turbinen über die Berliner Wasserstraßen transportiert. Die Transporte führen durch dicht bebaute Stadtgebiete mit angrenzenden Wohn- und Industrieflächen sowie Verkehrswegen.

Nach Angaben der Behala sollte die Transportaufgabe mit derselben Last wie bisher bewältigt werden, während lediglich die Antriebsform geändert wurde. Laut Hersteller richtet sich das E PowerPack insbesondere an Schwerlasttransporte in Bereichen, in denen Anforderungen an Lärm- und Emissionsreduzierung eine Rolle spielen.

»Wer eine 430 Tonnen schwere Gasturbine durch eine lebende Stadt bewegt, trägt Verantwortung – für den Transport, aber auch für die Menschen entlang der Strecke. Genau deshalb hat uns das E PowerPack überzeugt«, so Leon Tietz, Leiter Logistik der Behala. »Mit dem E PowerPack konnten wir den Transport deutlich leiser und lokal emissionsfrei durchführen, ohne Kompromisse bei Leistung oder Bedienbarkeit einzugehen. Gerade in einer Stadt wie Berlin werden Themen wie Lärm, Emissionen und Akzeptanz künftig noch wichtiger.«

Nach Herstellerangaben basiert die technische Grundlage des E PowerPack auf Erfahrungen mit elektrischen Flugzeugschleppern von Goldhofer, die seit mehreren Jahren Flugzeuge mit Gewichten von bis zu 350 t bewegen. Erkenntnisse aus den Bereichen Energiemanagement, Temperaturverhalten, Laufleistung und Systemverfügbarkeit seien in die Entwicklung der elektrischen Antriebseinheit für Schwerlastmodule eingeflossen.

Das E PowerPack verfügt laut Hersteller über eine Leistung von rund 340 PS, eine neue Systemarchitektur, eine energieoptimierte Steuerung sowie eine Telemetrieanbindung über Goldhofer »LINK«. Zur Ausstattung gehören außerdem eine Funkfernsteuerung, eine Seitenneigungsanzeige und ein digitales Bedienkonzept.

»Mit dem ersten Praxiseinsatz unseres E PowerPack in Europa zeigen wir, dass Elektrifizierung im Schwerlasttransport keine Zukunftsvision mehr ist. Entscheidend ist für uns nicht der Anspruch, jede Anwendung elektrifizieren zu wollen. Entscheidend ist, dort Lösungen zu schaffen, wo sie heute bereits einen echten Mehrwert bieten. Genau dafür wurde das E PowerPack entwickelt. Es verbindet die Leistungsfähigkeit und Präzision, die unsere Kunden erwarten, mit deutlich geringeren lokalen Emissionen und einer spürbar reduzierten Geräuschentwicklung. Der erfolgreiche Einsatz in Berlin beweist, dass diese Technologie serienreif, wirtschaftlich und im harten Alltag schwerer Transportaufgaben angekommen ist«, so Matthias Ruppel, CEO der Goldhofer AG.

Nach Herstellerangaben ist das E PowerPack für Schwertransporte in urbanen Räumen, auf Werksgeländen und in emissionssensiblen Bereichen vorgesehen.

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