Essen (ABZ) | Hochtief hat den operativen Konzerngewinn in den ersten neun Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39,8 Prozent auf 751,6 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf rund 32,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang wuchs um 32,7 Prozent auf 48,6 Milliarden Euro.
Der Auftragsbestand erreichte zum 30. September 2026 mit rund 89,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Das entspricht einem Zuwachs von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund 65 Prozent des Auftragseingangs entfielen laut Unternehmensangaben auf strategische Wachstumsfelder wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Energie, Sicherheit und Verteidigung sowie kritische Mineralien.
Auch der operative Cashflow entwickelte sich positiv. In den vergangenen zwölf Monaten erreichte er vor Factoring rund 2,7 Milliarden Euro und lag damit 686,3 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.
»Hochtief Die Gewinne stiegen deutlich, die Cash-Generierung beschleunigte sich und unser Rekordauftragsbestand verschafft uns hervorragende Perspektiven für die Zukunft. Von besonderer Bedeutung ist die Qualität des Wachstums. Wir erhalten mehr Aufträge in den Märkten, in denen wir das größte strukturelle Nachfragepotenzial sehen, dabei behalten wir unsere disziplinierte Risikostrategie bei. Unser weltweites Leistungsspektrum in den Bereichen Ingenieurtechnik, Lieferkette und Projektabwicklung ermöglicht es uns in zunehmendem Maße, unseren Kunden über den gesamten Lebenszyklus hinweg attraktive Lösungen anzubieten, unsere Wettbewerbsposition zu stärken und vielfältige Möglichkeiten für künftiges Wachstum zu entwickeln«, sagt Juan Santamaría, Vorstandsvorsitzender von Hochtief.
Zu den jüngsten Aufträgen zählen Rechenzentren in Asien, den USA und Europa, Arbeiten am Museum für Naturkunde in Berlin sowie Projekte am Nuklearstandort Sellafield in Großbritannien. Hinzu kommen Leistungen für ein Lithiumprojekt in Portugal und den Ausbau eines Übertragungsnetzes in Australien.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Hochtief seine Prognose eines operativen Konzerngewinns von 1,025 bis 1,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem erwarteten Anstieg von 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.