St. Ingbert (ABZ) | Peter Gross Bau hat gemeinsam mit dem Bauunternehmen Echterhoff den Ersatzneubau der Murrbrücke in Marbach am Neckar abgeschlossen. Nach der feierlichen Einweihung am 9. Oktober wurde die Brücke am 11. Oktober 2026 wieder für den Verkehr freigegeben. Das Projekt wurde im Auftrag des Landes Baden-Württemberg realisiert. Das Auftragsvolumen der Arbeitsgemeinschaft beläuft sich laut Unternehmensangaben auf rund 7,7 Millionen Euro.
Die Brücke liegt an der Landesstraße L1100, die unter anderem die Städte Marbach, Benningen, Freiberg, Steinheim und Murr miteinander verbindet und als Zubringer zur Autobahn A81 dient. Aufgrund von Korrosionsschäden an der bestehenden Brücke war ein Ersatzneubau erforderlich. Durch den Einsatz einer patentierten Expressbrückenbauweise konnte die Bauzeit nach Angaben der Projektbeteiligten auf rund zehn Wochen reduziert werden. Bei einer konventionellen Bauweise hätte die Umsetzung voraussichtlich rund eineinhalb Jahre in Anspruch genommen.
»Die Murrbrücke ist eine wichtige Verkehrsverbindung für die gesamte Region. Mit der Expressbauweise konnten wir die Sperrzeit auf wenige Wochen begrenzen und die Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer deutlich reduzieren. Das zeigt, welche Möglichkeiten moderne Bauverfahren gerade bei der Erneuerung unserer Verkehrsinfrastruktur bieten«, sagt Oliver Amon, Geschäftsführer Infrastruktur bei Peter Gross Bau.
Die Arbeiten begannen Anfang Juni 2026 mit der Baustelleneinrichtung. Mit Beginn der Sommerferien Ende Juli wurde die bestehende Brücke vollständig gesperrt und einschließlich ihrer Fundamente abgebrochen. Anschließend folgten die Gründungsarbeiten sowie die Errichtung der neuen Widerlager. Für den Brückenüberbau kamen zehn jeweils rund 35 m lange und 90 t schwere Spannbetonträger zum Einsatz. Abschließend wurden die Fahrbahn, die Abdichtung und die Geländer hergestellt sowie die neue Brücke an das bestehende Straßennetz angeschlossen.