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Deutscher Fachwerkpreis 2025 geht nach Treffurt

Die Stadt Treffurt gewann den Deutschen Fachwerkpreis 2025 für die Sanierung des Schwebdaer Hofs. Die ProjektStadt unterstützte die Sanierung und Bewerbung.

Von ABZ
Höchste Ansprüche erfüllt
Wurde mit dem ersten Platz beim Deutschen Fachwerkpreis 2025 ausgezeichnet: der Schwebdaer Hof in Treffurt. | Foto: ProjektStadt

Weimar/Treffurt (ABZ). – Die Stadt Treffurt im thüringischen Wartburgkreis ist für die Sanierung des Schwebdaer Hofs in der Kategorie „Öffentliche Hand" mit dem ersten Platz beim Deutschen Fachwerkpreis ausgezeichnet worden. Unterstützung bekam die Kommune von der ProjektStadt in Weimar.

Die für Thüringen zuständige Stadtentwicklungsmarke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) agierte als Sanierungsträger der Stadt und hat die Fördermittel akquiriert sowie verwaltet und die Bewerbung für den Preis ausgearbeitet.

"Die Sanierung eines Fachwerkgebäudes ist eine hochsensible und komplexe Aufgabe", sagte Martin Günther, Leiter der ProjektStadt in Thüringen. "Wir freuen uns, dass wir die Stadt mit unserem Know-how partnerschaftlich unterstützen und unseren Teil dazu beitragen konnten, dass dieses beeindruckende Gebäude in neuem Glanz erstrahlt."

Das Gebäude war 1601 als Adelshof errichtet worden und wurde in den vergangenen Jahrzehnten als Basis einer Möbelfabrik, als Textilgeschäft und zum Wohnen genutzt. Die Stadt hat es denkmalgerecht saniert und in Zusammenarbeit mit dem Betreiber Johannesstift Ershausen ein barrierearmes Fahrradhotel eingerichtet. In dem Inklusionsbetrieb arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.

Das Gebäude wurde barrierearm gestaltet, weitestgehend energetisch ertüchtigt, der originale Deckenstuck erhalten und ergänzt, die Fassadenfassung nach historischem Befund ausgeführt, im Restaurantbereich die Fachwerkkonstruktion offengelegt und die Gästezimmer individuell von einer Innenarchitektin und einem Künstler gestaltet. Jedes Zimmer wurde mit einem Tiersymbol markiert, damit sich beeinträchtigte Mitarbeiter orientieren können.

Der behutsame Ausbau erfülle höchste Ansprüche, hieß es in der Laudatio. Gleichzeitig gebe es eine Symbiose zwischen sozial anspruchsvoller Nutzung, Denkmalerhalt, Stadtgestaltung und Tourismus. Die Jury lobte die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. "Die Ergebnisse zeigen, dass Fachwerkgebäude gut sanierbar sind, dass sie alle Anforderungen für ein gesundes, stabiles Klima erfüllen können, dass sie außerordentliche Beiträge zu unserer Kultur geliefert haben und liefern und dass in ihnen ein hoher Wohnwert schlummert."

Für die Instandsetzung des Schwebdaer Hofes und die Nutzung als Inklusionshotel erhielt die Stadt Treffurt bereits 2021 den Thüringischen Denkmalschutzpreis. Auch damals war die ProjektStadt als Sanierungsträger beteiligt.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstätte mit Sitz in Fulda verlieh den Deutschen Fachwerkpreis zur Feier ihres 50-jährigen Bestehens in Duderstadt. Er richtet sich an Fachwerkhausbesitzer für die herausragende Sanierung ihrer Fachwerkgebäude und an Fachwerkstädte und Kommunen mit Konzepten zur Zukunft ihres Fachwerkbestandes.

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