Dorsten (ABZ). – Das Vermietunternehmen Manfred Hoffmann Baumaschinen Industrieservice hat bei Zeppelin eine Flotte von 130 Cat-Baumaschinen bestellt. Die Investition erfolgte laut Angaben des Unternehmens antizyklisch trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen.
Das Maschinenpaket umfasst zu 35 % Radlader – von kompakten Modellen wie dem Cat 906 bis hin zum Cat 988 in der Spezialausführung Steel-Mill-Blockhandler. Zusätzlich gehören 30 Kettendozer zur Bestellung, darunter elf Raupen vom Typ D8, sowie mehr als 20 Kettenbagger, vornehmlich die Cat-Modelle 323 bis 352.
"Wir sind trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in Vorleistung gegangen und haben antizyklisch agiert", erklärt Barbara Hoffmann, geschäftsführende Gesellschafterin. "Damit setzen wir ein Zeichen und zeigen: Wir sind zuversichtlich, was den Bedarf im Markt betrifft, und sehen den großen Stau bei Infrastrukturmaßnahmen sowohl für den Neubau als auch bei der Instandhaltung."
Die Ausstattung der Baumaschinen ist nach Angaben des Unternehmens deutlich komplexer geworden. Während früher die Ausrüstung auf Details wie High-Lift oder Reifentyp beschränkt war, haben sich die Anforderungen gewandelt. "Radlader oder Bagger sind inzwischen Universalmaschinen geworden, die eine Vielzahl an Funktionen vereinen", führt Peter Lormann, Diplom-Volkswirt und Ehemann von Barbara Hoffmann, aus. Die Baumaschinen seien zentral vernetzt und CAN-Bus-gesteuert. Änderungen im Nachgang, wie das Nachrüsten eines Schnellwechslerkreises, seien keine Option mehr. Das Unternehmen wünscht sich daher eine einfache und transparente Darstellung der Produkt- und Feature-Vielfalt durch den Händler.
Bislang konzentrierte sich Hoffmann auf Maschinen ab 20 t aufwärts, hat sich nun aber breiter ausgerichtet. Dies zeigt sich laut Unternehmensangaben auch im wachsenden Anteil von Umschlaggeräten. Das Vertriebsteam wurde erweitert und hat neue Kunden im Fokus, die auch Baumaschinen mit kompakter Bauweise nachfragen. Fahrerkomfort und Ergonomie sind dabei wesentliche Kriterien, auf die es den Kunden in Zeiten des Fachkräftemangels verstärkt ankommt.
"Wer entspannt am Joystick sitzt, der wird mit seinem Arbeitsgerät auch effizient arbeiten und kann so die technischen Vorteile ausschöpfen", ist Peter Lormann überzeugt. Das Unternehmen bietet einen Full-Service mit allem, was rund um den Betrieb von Baumaschinen gehört, wie Inspektionen oder den Austausch bodenberührender Teile. Zusätzlich hat das Unternehmen das Sale-and-Lease-back-Geschäftsmodell etabliert und eine eigene Abteilung für die Beschaffung von Bedienpersonal aufgebaut.
Bei alternativen Antrieben setzt Hoffmann auf das Prinzip der Technologieoffenheit. "Wir gehen davon aus, dass unterschiedliche Systeme für verschiedene Größenklassen und Anwendungen ihre Daseinsberechtigung entwickeln werden", erklärt Barbara Hoffmann. Allerdings brauche es auch eine verlässliche Verfügbarkeit der Geräte sowie die schnelle Behebung von Störungen. Das 1980 gegründete Familienunternehmen kann seit der Firmengründung auf 1200 Cat-Radlader vom Typ 966 verweisen. Aktuell sind mehr als 500 Radlader im Mietpool vertreten, 50 % der Geräte laufen unter Cat-Branding. 2024 wurde am Standort Schwarzheide in Brandenburg ein Neubau eingeweiht, der ein Bekenntnis zur Lausitz darstellt.