München (ABZ). |Fach- und Führungskräfte in der Bau- und Energiewirtschaft profitieren von hohen Gehältern – dennoch bleibt auch die Wechselbereitschaft hoch. Insbesondere für bessere Verdienstmöglichkeiten sind viele Beschäftigte offen für einen Jobwechsel. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Gehaltsreport Bau und Energie des Beratungsunternehmens Hays, für den im ersten Quartal 2026 laut dem Unternehmen insgesamt 1.160 Fach- und Führungskräfte befragt wurden.
Mit steigenden Gehältern nehme zwar die Zufriedenheit zu, 28 Prozent der Fachkräfte und 38 Prozent der Führungskräfte seien mit ihrem Einkommen zufrieden oder sehr zufrieden. Eine verlässliche Bindungswirkung entfalte diese Zufriedenheit jedoch nicht. Selbst von den Fachkräften, die ihr Einkommen positiv bewerten, können sich laut Report rund 40 Prozent einen Wechsel zugunsten eines höheren Gehalts vorstellen.
Besonders ausgeprägt ist demnach die Wechselbereitschaft in Schlüsselpositionen wie der Projektleitung, wo bis zu 84 Prozent offen für einen Jobwechsel sind. Trotz höherer Gehälter sind auch Führungskräfte durchschnittlich zu 67 Prozent wechselbereit und somit ihren Arbeitgeber nicht unbedingt verbunden.
Innerhalb der Branchen zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Vergütung. Die höchsten Gehälter werden in der Energiewirtschaft erzielt – sowohl bei Fach- als auch bei Führungskräften. Fachkräfte kommen hier auf durchschnittlich 62.000 Euro jährlich, während die Einkommen im Baugewerbe mit 53.600 Euro deutlich niedriger ausfallen.
