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Internationale Beteiligung gestiegen

Von ABZ

Die IFAT steht in den Startlöchern und die Zahlen beweisen nach Angaben der Messe München, dass sie ihrem Ruf als Weltleitmesse für Umwelt-technologie erneut gerecht wird. Mit rd. 3300 Ausstellern öffnet sie vom 14. bis 18. Mai ihre Tore und weiht die zwei neuen Hallen C5 und C6 auf dem Messegelände in München ein.

München (ABZ). – Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, und Dr. Marcel Huber, der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, eröffnen die IFAT. 3300 Aussteller, das sind Informationen der Messe München zufolge rd. 200 Unternehmen mehr als zur vergangenen Veranstaltung im Jahr 2016. Das Ausstellerwachstum ist demnach insbesondere auf die gestiegene internationale Nachfrage zurückzuführen. Mit einem Auslandsanteil von 48 % – ein Plus von drei Prozentpunkten – bei den teilnehmenden Unternehmen erreicht die IFAT ein neues Rekordniveau und hat drei Prozentpunkte zugelegt. Für Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, ein Zeichen dafür, "dass sich weltweit immer mehr Unternehmen den globalen Umweltherausforderungen stellen." Zugelegt haben auch die Länder, in denen die IFAT mit eigenen Auslandsveranstaltungen vertreten ist. Dazu zählen – allen voran – China, aber auch die Türkei. "Das zeigt, dass wir mit unserer Auslandsstrategie den richtigen Weg eingeschlagen haben. Wir schaffen nicht nur einen Wissens- und Technologietransfer in die jeweiligen Märkte, sondern stärken auch unsere Messen im Heimatmarkt." Hinsichtlich der Ausstellungsfläche haben Deutschland und Italien die stärksten Zuwächse.

Im Zuge der Flächenerweiterung dank der zwei neu errichteten Messehallen haben die Veranstalter die Hallenverteilung optimiert: Der Schwerpunkt Wasser und Abwasser belegt die westlichen Hallen des Messegeländes und ist für Besucher über den Eingang West zu erreichen; der Schwerpunkt Recycling und Sekundärrohstoffe befindet sich im östlichen Teil, zu erreichen über den Eingang Ost. Neu sind drei Sonderflächen: Die Zukunftsplattform "experience.science.future." in Halle B4 richtet sich an Vordenker und Nachwuchskräfte der Branche und bietet u. a. Start-ups ein Forum. Produkte und Fachvorträge zum nachhaltigen Straßenbau gibt es erstmals in Halle C5 zu sehen sowie zu hören. Wie eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für die Industrie gelingen kann, zeigt die Sonderfläche "Gelebte Kreislaufwirtschaft" anhand des Stoffstroms Aluminium exemplarisch in Halle B4.

Die Sonderfläche zum Thema "Nachhaltigkeit im Straßenbau" deckt die gesamte Prozesskette vom Straßenrückbau bis zum Wiedereinbau ab. Außer nachhaltigen Verfahren und Baustoffen ist auch der Einfluss der Digitalisierung auf alle Prozessschritte ein Kernthema. Neben einem Gemeinschaftsstand und individuellen Unternehmenspräsentationen wird die Sonderfläche von einem hochkarätigen Vortragsprogramm begleitet, das der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e. V. (VDBUM) organisiert. Hier gibt Baumaschinenhersteller Ammann in zwei Fachvorträgen bspw. einen Überblick darüber, welche Rolle Nachhaltigkeit und Digitalisierung heute im Straßenbau spielen. Im Vortrag "Endliche Rohstoffe – unendliche Möglichkeiten", erläutert ein Referent des Unternehmens Möglichkeiten und Chancen beim Recycling durch eine passgenaue Anlagen- und Recyclingphilosophie. Noch in diesem Jahr soll bei Straßensanierungen deutschlandweit ein Verfahren mit vorherigem Scan der Straße, genau definierter Punktdichte und Genauigkeit Pflicht werden. Im Vortrag "Innovation Straßenbau – Lösungen für flächendeckende Verdichtungskontrolle und Dokumentation" wird ausgeführt, wie die geforderten Daten mit ACEpro von Ammann ermittelt, die Verdichtungsparameter automatisch geregelt und diese Daten letztendlich auf einer zentralen Plattform zur Verfügung gestellt werden, sodass die Qualität der Ausführung lückenlos überwacht und dokumentiert werden kann.

Eine Innovation gibt es auch bei den Praxistagen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA). Bislang zeigten die Live-Demonstrationen auf dem Freigelände den "State of the Art" in der Zerkleinerung und Aufbereitung von Biomasse. In diesem Jahr kommen auch Präsentationen von mobilen Maschinen zur Aufbereitung mineralischer Abfälle hinzu.

Um bei der Vielzahl an Neuheiten und Ausstellern auf der 260 000 m² großen Innovationsfläche (zum Vgl.: 36 Fußballfelder) schnell ans Ziel zu kommen, steht die IFAT-App unter ifat.de/app zum Download zur Verfügung. In der App können Besucher nach Ausstellern, Produkten und Sonderflächen suchen. Diese enthält auch eine Übersicht über das Rahmenprogramm und einen interaktiven Hallenplan mit Favoritenfunktion.

Effizientes und umweltschonendes Recycling im Straßenbau beginnt z. B. schon beim Ausbau. Nach dem Abriss von Gebäuden oder dem Aufbruch von Straßen muss das dabei entstandene Material für ein neues Produktleben in vielen Fällen zerkleinert werden. Die IFAT 2018 versammelt ein breites Spektrum an diversen Spezialmaschinen, wie den Split- und Asphaltbrecher SRC+ der Firma Crush + Size Technology. Nach einer Vorbrechstufe "drückt" der mit zwei Walzen arbeitende Brecher den Alt-asphalt mit vergleichsweise geringem Energieaufwand auf eine Körnung unter 32 mm herunter. Dabei wird die Grundkörnung kaum zerstört und das Bitumen haftet weiterhin an. Kombiniert mit dem Nachbrecher DRC+ entstehen nur sehr geringe Mengen der ungewollten, zusätzlichen Sandfraktion. Die hier beispielhaft genannte Lösung steht lediglich für einen Ausschnitt aus der Umwelttechnologie-Welt, in die die rund 3300 Aussteller die Besucher bei der IFAT 2018 mitnehmen werden. Weitere Informationen: www.ifat.de.

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