Bartica/Guyana (ABZ). – Schon die Anreise ist spektakulär: Über den Mazaruni-Fluss geht es zu den massiven Anlagen von Kleemann, die in zwei Steinbrüchen von BK Quarries, im tiefsten Inneren Guyanas, arbeiten.
Denn zum Abbau von Granit setzt der Kunde auf gleich drei PRO-Anlagenzüge von Kleemann. In einer Dschungelregion, die nur äußerst aufwendig über den Wasser- oder Luftweg erreichbar ist, müssen Maschinen besonders effizient und zuverlässig arbeiten. "Wir brauchen hier draußen äußerst zuverlässige Technik", erklärt Brian Tiwarie, Geschäftsführer des Unternehmens. "Herausfordernd sind zum einen die extrem schwierige Zugänglichkeit, zum anderen das Material, mit dem wir hier zu tun haben."
Das Unternehmen BK Quarries, das in der Region Bartica im südamerikanischen Guyana zwei Steinbrüche betreibt, hat sich daher die Wahl seiner neuen Ausstattung nicht leicht gemacht. Zumal es um einen großen Wurf ging: schrittweise wurden drei Anlagenzüge benötigt – in Summe neun leistungsstarke Maschinen.
BK Quarries setzt heute drei Anlagenzüge ein: ein leistungsstarker mobiler Backenbrecher MOBICAT MC 120 PRO, der mobile Kegelbrecher MOBICONE MCO 110 PRO und die Klassiersiebanlage MOBISCREEN MSC 953 EVO. Die Brecheranlagen verarbeiten das Gestein und brechen es in verschiedene Körnungen, die vor allem für den Ausbau der Infrastruktur in Guyana verwendet werden.
Auf den Backenbrecher wird der Granit in einer Größe von 0 bis 600 mm aufgegeben. Der folgende Kegelbrecher bricht dann das Material in Form und gibt es auf die Siebanlage auf, die dann drei klassifizierte Endprodukte ausgibt: 0 bis 8 mm, 8 bis 12 mm und 12 bis 19 mm. Größere Korngrößen (19 bis 45 mm) werden über die Überkornrückführung wieder in den Kegelbrecher zurückgeführt. Diese kontinuierliche Rückführung sorgt für eine bestmögliche Ausschöpfung des Rohstoffs und eine optimale Produktqualität.
Automatische Regelung
"Die Qualität des Endproduktes ist für uns entscheidend und mit den Kleemann Anlagen erzielen wir eine top Qualität", freut sich Tiwarie.
"Eine der herausragenden Eigenschaften dieser Anlagenzüge ist die intelligente Verkettung der Maschinen", ergänzt Tiwarie. Jede Maschine arbeite eigenständig, sende jedoch bei Störungen oder Überfüllungen Signale an die vor- und nachgeschalteten Maschinen. Diese automatische Regelung garantier einen störungsfreien Prozess. Das Continuous Feed System (CFS) sorge dafür, dass jede Maschine optimal beschickt wird, was den Verschleiß reduziere und die Leistung maximiere. "Durch die automatische Regelung ist sichergestellt, dass alle Maschinen gleichmäßig ausgelastet sind. Wir haben im Grunde keinen ungewollten Maschinenstillstand", resümiert Tiwarie.
Die BK Group entschied sich nach eigenen Angaben bereits 2021 für den ersten Anlagenzug von Kleemann. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren die Empfehlungen anderer Kleemann-Kunden in der Region sowie ein Besuch im Kleemann-Werk vor Ort in Göppingen.
Zusätzliche Kosten
In Kombination mit der Betreuung durch den regionalen Händler Resansil, aber auch durch Kleemann selbst, gaben diese zwei Punkte letztlich den Ausschlag. Seitdem sind zwei weitere Maschinenzüge hinzugekommen, die 2022 und 2023 installiert wurden. Der eine arbeitet im selben Steinbruch, der andere an einem weiteren Standort. Das Ziel: die Produktion von zwei Millionen Tonnen Zuschlagstoffen pro Jahr.
Das Unternehmen schätzt die hohe Produktqualität und den geringen Kraftstoffverbrauch. "An diesem Standort, an dem wirklich alles sehr aufwendig über den Wasserweg transportiert werden muss, verursacht ein hoher Kraftstoffbedarf und die Ersatzteilbeschaffung durch die Transporte zusätzliche Kosten. Wir sind hinsichtlich dieser beiden Aspekte mit den Kleemann-Anlagen sehr zufrieden", sagt Geschäftsführer Tiwarie. Mit der Entwicklung der Öl- und Gasindustrie in Guyana wächst auch der Bedarf an hochwertigen Bauprodukten – gute Aussichten für BK Quarries.