Berlin (ABZ) | Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) hat Wemolo mit seinem KI-basierten Flächenmonitoring in den ZIA Innovationsradar 2026 aufgenommen.
Das System kombiniert 360-Grad-Kameras mit einer KI-gestützten Bildanalyse, um Außenbereiche von Handels- und Gewerbeimmobilien kontinuierlich zu überwachen. Erfasst werden unter anderem Vandalismus, Beschädigungen, Reinigungsbedarf sowie die Durchführung von Leistungen externer Dienstleister. Damit soll der Aufwand für manuelle Kontrollen und Vor-Ort-Termine reduziert werden. Hintergrund ist nach Angaben des Unternehmens, dass Betreiber großer Immobilienportfolios zahlreiche Standorte aus der Ferne verwalten und häufig nur eingeschränkte Informationen über den Zustand der Außenanlagen erhalten. Reinigungs-, Pflege- oder Wartungsarbeiten werden in der Regel von externen Dienstleistern ausgeführt.
Ob diese Leistungen tatsächlich erbracht wurden oder ob zwischenzeitlich Schäden entstanden sind, lässt sich laut Wemolo häufig nur mit erheblichem Aufwand nachvollziehen. Die eingesetzten Kameras prüfen nach Herstellerangaben die Außenbereiche selbstständig und dokumentieren erkannte Ereignisse mit Bildnachweis und Zeitstempel. Erfasst werden unter anderem Graffiti, Sachbeschädigungen, Brandstellen, Müllablagerungen, Glätte sowie weitere Sauberkeits- und Sicherheitsmängel. Auch Schäden an Fassaden, Zäunen oder Beleuchtungsanlagen werden laut Hersteller automatisch erkannt. Darüber hinaus registriert das System nach Unternehmensangaben Einsätze externer Dienstleister, etwa für Winterdienst, Grünpflege oder Reinigungsarbeiten. Die erfassten Daten dienen als Nachweis für vereinbarte Serviceleistungen (Service Level Agreements, SLA). Dadurch sollen Betreiber die Ausführung beauftragter Arbeiten einfacher dokumentieren und überprüfen können. Werden Auffälligkeiten erkannt, erzeugt die Software nach Angaben des Unternehmens automatisch Service-Tickets. Diese werden zusammen mit den Bildnachweisen an die zuständigen Dienstleister oder Sicherheitspartner weitergeleitet.
Laut Wemolo können dadurch Reaktionszeiten verkürzt und Abläufe im Property Management beschleunigt werden. Gleichzeitig sollen regelmäßige Kontrollfahrten reduziert werden, da viele Informationen digital zur Verfügung stehen. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht das System damit einen Wechsel von einer überwiegend reaktiven zu einer stärker zustandsorientierten Steuerung von Außenflächen. Schäden oder Verschmutzungen können demnach früher erkannt und dokumentiert werden. Nach Angaben von Wemolo wurde die Anwendung in den Innovationsradar des Spitzenverbands der deutschen Immobilienwirtschaft aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte laut Hersteller nach einer fachlichen Bewertung durch eine Jury aus Vertretern des ZIA Innovation Think Tanks sowie aus Wissenschaft und Wirtschaft. Das Flächenmonitoring befindet sich derzeit im Pilotbetrieb bei Deutsche Investment, der Saller Group und Feneberg. Dort wird die Lösung eingesetzt, um Informationen über den Zustand von Außenflächen digital zu erfassen und die Steuerung von Dienstleistern sowie die Dokumentation von Schäden und Wartungsmaßnahmen zu unterstützen.