Ulm (ABZ). – Peter Gross Bau realisiert zusammen mit dem Schweizer Bauunternehmen Walo eine umfassende Erweiterung und Sanierung des Iveco-Testgeländes für Nutzfahrzeuge in Ulm.
Die im November 2023 begonnene Baumaßnahme wurde im September 2025 fertiggestellt.
Das Projekt beinhaltet die Erweiterung der Teststrecke um eine 40.000 Quadratmeter große neue Fahrdynamikfläche mit eigener Zu- und Abfahrt. Zudem umfasst der Auftrag die Sanierung und Modernisierung des 1600 Meter langen Oval-Rundkurses mit einer Steilkurve von 42 Prozent, der Bremsenprüf- und Geräuschmessstrecke, eines Steigungshügels sowie des Parkplatzes.
"Unser Testgelände in Ulm ist ein zentraler Bestandteil der Fahrzeugentwicklung. Dank der neuen, modernisierten Strecke können wir dort die neuesten Lkw- und Spezialfahrzeuge unter realistischen Bedingungen testen", sagt Christoph Möller, Projektleiter und Leiter Versuchswerkstatt und Teststrecken bei der Iveco Deutschland AG.
In den vergangenen fünf Wochen wurden laut Angaben des Unternehmens insgesamt ungefähr 65.000 Quadratmeter asphaltiert. Auf der Geräuschmessstrecke wurde dabei ein spezieller ISO-Belag eingebaut, der ausschließlich für Geräuschmessungen konzipiert wurde. Für die gesamte Asphaltierung der Strecke wurden 36.000 Tonnen Asphalt-Material eingesetzt.
"Die Anforderungen an neue Nutzfahrzeuge steigen stetig. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Testumgebung für die Entwicklung neuer Fahrzeuge", erläutert Thomas Gröber, Leitung der Infrastruktur von Peter Gross Bau in Pfullendorf. Der Ausbau und die Sanierung einer professionellen Teststrecke erfordere einen sehr hohen Grad an Professionalität und Genauigkeit im Straßenbau. Für die Asphaltierung der anspruchsvollen Steilkurve kam ein spezieller Fertiger der Firma Walo zum Einsatz – eine von weltweit nur drei Maschinen dieser Art. Insgesamt wurden bei den Bauarbeiten 81.000 Kubikmeter Erde ausgehoben und 250.000 Tonnen Schüttgüter wie Kies, Schotter und Auffüllmaterial verwendet.
Auch die technische Ausstattung des Geländes wurde für den neuen Testbetrieb modernisiert, darunter die Bewässerungsanlage für die Bremsenprüfstrecke. Das bereits in den 1980er-Jahren errichtete Testgelände erfüllt nach Angaben des Bauunternehmens wieder alle Voraussetzungen für die Entwicklung und Prüfung zukünftiger Fahrzeuggenerationen.