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GreenTech Hub startet am Allgäu Airport

Von ABZ
Neue Innovationsfläche für grüne Technologien eröffnet
Der neue GT Hub in der Nähe des Allgäu Airports hat eröffnet. | Foto: Ingo Jensen/GT Hub

Memmingen (ABZ). – Die GreenTech Hub GmbH (GT Hub) hat ihren neuen Standort südlich des Allgäu Airports in der Junkersstraße 2 in Benningen eröffnet. Mit einem GreenTech Day feierte das Unternehmen die Eröffnung mit über 300 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und der Startup-Szene.

Das neue Büro- und Werkstattgebäude bietet auf über 5.000 Quadratmetern Nutzfläche Platz für die Ansiedlung von Startups und Unternehmen. Bei dem Neubau handelt es sich laut Angaben des Unternehmens um ein nachhaltiges Gebäude, das den Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) entspricht und das Silber-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erhält.

"Hier gibt es so viel Potenzial, das wir gemeinsam ausschöpfen können. Das ist ein gewaltiger Ansporn für uns, denn schließlich wollen wir das Allgäu zu einer führenden Region für grüne Technologien entwickeln. Die Eröffnung des GT Hubs ist ein riesiger Meilenstein auf diesem Weg, denn die GreenTech-Philosophie steckt nicht nur in unserer DNA, sondern sie ist in unserem Gebäude nun auch für jeden sichtbar. Diese Strahlkraft wollen wir nutzen, um unser neues Ökosystem für Startups, Mittelständler, Investoren und Forschungseinrichtungen nachhaltig zu etablieren", sagte Corinna Tappe, Geschäftsführerin der GreenTech Hub GmbH, bei der Eröffnung.

Nachhaltiges Gebäudekonzept

Für den vom Architekturbüro Jaumann geplanten Gebäudekörper verwendete das Memminger Bauunternehmen Kutter einen CO2-reduzierten Beton mit hohem Recycling-Anteil. Bei der Betonherstellung ersetzen Sekundärbaustoffe wie gebrochener Altbeton einen großen Anteil an Kies.

Das Gebäude des GT Hubs ist an das Fernwärmenetz am Allgäu Airport angeschlossen. Die Kühlung erfolgt über 20 Erdwärmesonden und 215 im Boden verankerte Energiepfähle. Eine Kältemaschine wird mit grünem Strom betrieben. Dafür nutzt der GT Hub eine eigene Photovoltaik-Anlage mit 70 kW auf dem Dach sowie Strom aus der Freiflächen-Photovoltaik-Anlage am Flughafen Memmingen. Zum Heizen und Kühlen wird der Betonkern aktiviert, wobei jede Zone (sechs pro Geschoss) einzeln gesteuert werden kann.

In der Fassadenkonstruktion des Dachgeschosses kommt eine patentierte Modulfassade des Memminger Startups HyWin zum Einsatz, die Heizen, Kühlen, Beschatten und nachhaltige Energieerzeugung in einem System vereint.

"Uns war wichtig, mit dem modernen Neubau nicht nur ein inspirierendes Arbeits-, sondern auch ein offenes Lebensumfeld zu schaffen", sagt Dr. Stefan Lenz, Geschäftsführer der GreenTech Hub GmbH. Neben Büro- und Werkstattflächen bietet der GT Hub OpenSpaces, eine Cafeteria und einen Fitness- und Eltern-Kind-Raum. Zum GT Hub gehört auch ein ehemaliger Flugzeug-Shelter des früheren Militärflughafens, der als Veranstaltungslocation für Tech-Events genutzt werden kann.

Mittelständische Gründungsgesellschafter

Der GT Hub wurde nach Angaben des Unternehmens nach dem Motto "aus dem Mittelstand für den Mittelstand" gegründet. Alle vier Gründungsgesellschafter - die Alois Müller Gruppe (Ungerhausen), Südpack (Ochsenhausen) sowie Reisacher und Kutter (beide Memmingen) - sind Familienunternehmen aus der Region.

"Dafür braucht es kluge Köpfe und die brauchen wir Allgäuer Firmen nicht in München, Berlin oder im Silicon Valley. Wir brauchen sie hier bei uns im Allgäu. Darum war es genau die richtige Entscheidung, jetzt den GT Hub zu gründen, um Zukunftstechnologien in unserer Region zu entwickeln", sagte Gründungsgesellschafter und Bauherr Andreas Müller (Alois Müller Gruppe) beim Opening.

Der GT Hub am Allgäu Airport verknüpft nach eigenen Angaben grüne Technologien und Unternehmen aus dem Mittelstand miteinander. "Mittlerweile haben wir bereits 5 erfolgsversprechende Startups, die wir ausgewählt haben und über unser Accelerator-Programm betreuen", erklärt Corinna Tappe.

Über das Accelerator-Programm des GT Hubs erhalten GreenTech-Gründer Unterstützung bei Themen wie Investorensuche, Finanzierung sowie Markt- und Potenzialanalyse. Neben Bootcamps gibt es ein 1:1-Coaching durch das GT-Hub-Expertennetzwerk.

Direkt im Umfeld des GT Hubs sind ein Elektrolyseur zur Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff, eine Wasserstofftankstelle und die regenerative Ausweitung des Fernwärmenetzes geplant. Eine Biogasanlage sowie eine PV-Anlage gibt es bereits am Allgäu Airport.

Bereits zum Start profitieren fünf Startups und Tech-Unternehmen vom neuen Standort südlich des Allgäu Airports. "In den nächsten Monaten kommen noch weitere fünf Startups aus unserem Accelerator-Programm dazu", erklärt Tappe.

Nach dem ersten GreenTech Day soll es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben. "Wir wollten hier im Allgäu eine Veranstaltung auf die Beine stellen, die sonst nur in Berlin oder München möglich wäre. Das hat hervorragend geklappt und wir freuen uns schon, wenn wir uns 2026 in ähnlicher Runde wieder hier sehen", sagte Markus Schmidt, einer der Initiatoren und Beirat des GT Hubs.

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