Erfurt (dpa). – Im Gegensatz zum verhaltenen Wohnungsbau läuft der Gewerbebau in Thüringen recht stabil – beim Investitionsvolumen sogar mit leicht steigender Tendenz. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes in Erfurt hervor.
Danach gaben die Behörden im vergangenen Jahr bis Ende November 716 Projekte zum Bau frei. Die veranschlagten Investitionen beliefen sich auf 676 Millionen Euro und damit rund 44 Millionen Euro mehr als im Zeitraum von Januar bis November 2023. Thüringens Bauwirtschaft hat seit einiger Zeit Probleme, weil der Wohnungsbau ins Stocken geraten ist.
Offenbar wird bei den gewerblichen und öffentlichen Projekten auch größer gebaut als 2023: Der geplante Raum stieg laut Landesamt um fast ein Viertel auf 6 Millionen Kubikmeter. Im Durchschnitt wurden pro Gebäude 8353 Kubikmeter Raum genehmigt – ein Plus von 1690 Kubikmetern. Entstehen sollen unter anderem Gebäude für den Handel, für verschiedene Dienstleister sowie für Immobilienfonds, die gewerbliche Projekte finanzieren. Die öffentliche Hand als Bauherr hatte einen Anteil von knapp 10 Prozent am Bauvolumen – unter anderem für Schul- oder Hochschulprojekte.