Düsseldorf (ABZ). – Die Ruben Peter Ausbau GmbH aus Floh-Seligenthal hat für die Sanierung des Kunstpalastes Düsseldorf den ersten Platz der Rigips Trophy 2024/2025 in der Kategorie "Kultur Bildung Freizeit" erhalten, informiert Saint-Gobain Rigips.
Die dreijährige Sanierung des 1926 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes am Rheinufer stellte die Trockenbau-Spezialisten vor besondere Herausforderungen.
Zu den anspruchsvollsten Aufgaben zählten der Bau schmaler, bis zu 6 m hoher Vorhangschalen nach statischen Vorgaben, die Errichtung von Installationswänden mit sehr hoher Lastenanforderung sowie die Bekleidung des bestehenden Sheddaches. Die unabhängige Experten-Jury zeigte sich von der raum- und gestaltprägenden Umsetzung des Trockenbaus begeistert.
Der dreiflügelige Gebäudekomplex mit einer Grundfläche von rund 10.000 m² umschließt laut Saint-Gobain Rigips einen Sammlungsflügel und einen Ausstellungsflügel. Bei laufendem Ausstellungsbetrieb wurde der 5000 m² umfassende Sammlungsrundgang komplett neugestaltet. Von den rund 130.000 Werken im Besitz des Kunstpalastes werden heute etwa 800 Werke aus elf Jahrhunderten gezeigt. Der Rundgang führt durch 49 Räume über zwei Ebenen, die über eine skulptural anmutende Wendeltreppe verbunden sind.
Das Team der Ruben Peter Ausbau GmbH war für Wand- und Deckenbekleidungen in verschiedenen Ausführungen verantwortlich, wobei hohe Anforderungen an Ebenflächigkeit und Oberflächenqualität bestanden. Darüber hinaus übernahm die Firma Produktion, Lieferung und Einbau der hochwertigen, überbreiten, überhohen und überschweren Innentüren, die speziell für den Museumsbau hergestellt wurden.
"Für den Komplettausbau des Kunstpalastes waren zahlreiche Einzelfalllösungen erforderlich", erklärt Geschäftsführer Ruben Peter. "Damit verbunden war eine große Zahl umfangreicher Werkstatt- und Montagepläne sowie eine Vielzahl statischer Berechnungen." Ein Hauptgrund dafür sei das komplexe Zusammenwirken von Innentüren, Bauelementen, Decken und Wänden gewesen.
Besonders anspruchsvoll war laut Peter das Zusammenspiel von Türen und Wänden in den Ausstellungsbereichen. "Die großen und schweren Türen müssen vielfältige Anforderungen an architektonische Gestaltung, Sicherheit, Brand-, Schall- und Einbruchschutz erfüllen und waren im perfekten Zusammenspiel mit den Wandkonstruktionen zu planen und auszuführen." Eine weitere Herausforderung bestand im Bau der zahlreichen Ausstellungswände mit schmalen, bis zu 6 m hohen, tragfähigen Vorsatzschalen nach statischen Vorgaben. Die Wände sollten später Einbauteile wie Feuerlöscher oder Piktogramme aufnehmen können und in Teilen begehbar sein.
"Für die Ausstellungsräume war es der Wunsch des Bauherrn, dass die Kunstwerke völlig unabhängig von ihrem Gewicht an jeder beliebigen Wand angebracht werden können", so Peter. Angesichts wechselnder Ausstellungen sollte jede Wand unterschiedlichsten Belastungen standhalten können, weshalb eine Tragfähigkeit von 1 kN/m gewährleistet sein musste.
Um die geforderte Tragfähigkeit zu erreichen, kam die massive Trockenbauplatte Rigips Habito einschließlich einer speziell darauf abgestimmten Unterkonstruktion zum Einsatz. An den Platten können laut Hersteller schwere Lasten allein mit handelsüblichen Schrauben befestigt werden, Dübel und Bohrmaschine seien nicht erforderlich. Rigips Habito weist nach eigenen Angaben eine Zugfestigkeit von bis zu 30 kg bei einlagiger Beplankung und 60 kg bei zweilagiger Beplankung pro Schraube auf.
Da ein sichtbares Lüftungssystem über das bestehende Sheddach nicht in Frage kam, bauten die Ausbauprofis hinter den Vorsatzschalen versteckte Belüftungssysteme ein. Die Belüftung und Klimatisierung der Räume erfolgt über etwa 10 mm schmale Schattenfugen zwischen Wand und Decke beziehungsweise Wand und Boden.
"Die Kunstwerke sollten vor einer glatten, ebenmäßigen Wand hängen, damit der Betrachter nicht durch Unregelmäßigkeiten des Hintergrundes abgelenkt wird", so Peter. Mit der Spritzspachtelmasse Rigips ProMix Airless wurde die Qualitätsstufe Q4 erreicht.
Für den Brandschutz bei der Bekleidung von Stahlkonstruktionen, Lüftungskanälen oder Elektroleitungen sorgte die Feuerschutzplatte Rigips Glasroc F (Ridurit). Die vliesarmierte Gipsplatte bleibt laut Hersteller auch nach langer Brandeinwirkung formstabil und rissfrei.