Frankfurt am Main (ABZ). – Die Kion Group ist nach eigenen Angaben mit einem höheren Auftragseingang und einer verbesserten Profitabilität in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal annähernd auf Vorjahresniveau.
Der Auftragseingang des Konzerns stieg auf 2,985 Milliarden Euro nach 2,706 Milliarden Euro im ersten Quartal 2025. Im Segment Industrial Trucks & Services erhöhte sich der Auftragseingang um 4,2 Prozent auf 2,041 Milliarden Euro. Die Zahl der bestellten Fahrzeuge lag mit 72.600 Einheiten um 11,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach Unternehmensangaben profitierte das Neugeschäft insbesondere von Gegengewichtsstaplern und Lagertechnikgeräten. Zudem habe es Vorzieheffekte im Zusammenhang mit angekündigten Preiserhöhungen gegeben.
Im Segment Intelligent Automation Solutions erhöhte sich der Auftragseingang um 25,9 Prozent auf 951,2 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens entwickelte sich insbesondere das Projektgeschäft positiv.
Der Konzernumsatz erreichte im ersten Quartal 2,771 Milliarden Euro nach 2,788 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Während der Umsatz im Segment Industrial Trucks & Services um 4,9 Prozent auf 2,012 Milliarden Euro zurückging, stieg der Umsatz bei Intelligent Automation Solutions um 11,7 Prozent auf 768,1 Millionen Euro.
Das bereinigte EBIT des Konzerns erhöhte sich auf 205,2 Millionen Euro nach 195,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 7,4 Prozent. Im Segment Industrial Trucks & Services sank das bereinigte EBIT leicht auf 182,9 Millionen Euro. Nach Unternehmensangaben konnten Einsparungen aus dem Effizienzprogramm des Jahres 2025 das niedrigere Umsatzvolumen teilweise kompensieren.
Im Segment Intelligent Automation Solutions stieg das bereinigte EBIT auf 46,2 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich auf 6,0 Prozent.
Das Konzernergebnis verbesserte sich laut Unternehmen auf 92,2 Millionen Euro nach minus 46,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Free Cashflow lag bei 47 Millionen Euro.
»KION ist positiv in das Jahr 2026 gestartet: Auftragseingang und Profitabilität haben sich in beiden Segmenten erhöht. KION hat dabei in einem Umfeld zunehmender weltpolitischer Unsicherheiten seine Widerstandsfähigkeit gezeigt: Wir bestätigen unsere Prognose für 2026«, sagte Rob Smith, CEO von Kion. »Im ersten Quartal haben wir unsere Partnerschaften im Ökosystem vorangetrieben – gemeinsam mit Siemens, NVIDIA und Accenture – und haben deutliche Fortschritte gemacht, um für unsere Kunden innovative, durch physische KI gestützte Lösungen zu entwickeln.«
Darüber hinaus kündigte Kion eine Beteiligung von 35 Prozent an ZIKOO Robotics an. Das chinesische Unternehmen entwickelt Robotiklösungen für die Palettenlagerung, darunter Sechs-Wege-Shuttles, omnidirektionale Stapelroboter sowie eine integrierte Softwareplattform. Nach Angaben des Unternehmens ist die Investition Teil der Strategie zum Ausbau eines Partnernetzwerks im Bereich Automatisierungstechnik.
Trotz des positiven Jahresauftakts verweist Kion auf mögliche Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen auf Energie-, Transport- und Materialkosten. Der Vorstand bestätigte dennoch die im Februar veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2026.