Andernach (ABZ). – Steigende Energiestandards für Neubauten führen zu höheren Baukosten für private Bauherren. Eine Alternative zu kostenintensiven Zusatzdämmungen bietet laut KLB Klimaleichtblock der Einsatz von hochwärmedämmendem Leichtbeton für monolithische Gebäudehüllen.
Die Wärmedämmung des Leichtbetons basiert auf seiner Zusammensetzung. Der enthaltene vulkanische Bims verfügt über zahlreiche Lufteinschlüsse, die ähnlich wie bei einer Daunenjacke wärmedämmend wirken.
Mit zusätzlicher mineralischer Dämmstoff-Füllung in den Steinen können die Energieeinsparungen noch erhöht werden und liegen damit über den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Laut Herstellerangaben ermöglichen Leichtbetonwände den Bau von Energiesparhäusern bis zum KfW-Standard 40.
Neben der Wärmedämmung bietet die massive Bauweise mit Leichtbeton auch Vorteile beim Schall- und Brandschutz. Dies stellt nach Ansicht der Hersteller einen praktischen Vorteil gegenüber Holzbauten dar.
Leichtbeton weist zudem ökologische Vorteile auf. Als vulkanischer Baustoff müssen die Steine nicht energieintensiv gebrannt werden oder in Autoklaven aushärten. Dadurch kann der CO2-Ausstoß sowie der Aufwand an "grauer Energie" reduziert werden. Diese "unsichtbare" Energiemenge, die für Abbau, Transport, Lagerung, Instandhaltung und Abbruch anfällt, macht im gesamten Lebenszyklus eines KfW 55-Neubaus etwa 50 % des Energieverbrauchs aus.
"In die ökologische Bewertung von Niedrigstenergiehäusern fließt auch die graue Energie mit ein", erklärt Andreas Krechting vom Hersteller KLB Klimaleichtblock. "Leichtbeton erreicht hier hervorragende Werte, wie unabhängige Umweltproduktdeklarationen bestätigen."
Die klimafreundliche und energieeffiziente Bauweise mit Leichtbeton kann zudem die Voraussetzungen für staatliche Fördermittel, etwa aus KfW-Programmen, erfüllen.